Innenminister dankt Katastrophenschützern

Aachen / Düsseldorf, 06. Dezember 2018

Beim „Tag des Ehrenamtes“ am 5. Dezember hat Innenminister Herbert Reul allen Katastrophenschützern in NRW gedankt und stellvertretend 25 Frauen und Männer von Johannitern, Maltesern, ASB, DRK, DLRG, THW und Feuerwehren nach Düsseldorf eingeladen. Für die Johanniter nahm Jens von den Berken, stellvertretender Zugführer der Einsatzeinheit aus Aachen teil.

„Die Einladung und Anerkennung ist bei uns allen sehr gut angekommen“, sagte Jens von den Berken. „Es freut mich und die Kolleginnen und Kollegen, dass man unsere vielen ehrenamtlichen Einsätze für die Bevölkerung nicht als selbstverständlich wahrnimmt.“ Der 30-Jährige ist von Beruf Maschinenbauer und leitet ehrenamtlich und mit viel Professionalität die Einsätze der 66 Frauen und Männer, die immer dann ausrücken, wenn sie gebraucht werden – etwa große Evakuierungen, Massenkarambolagen auf Autobahnen oder Unglücke mit vielen Verletzten.

Jens von den Berken (hinten 1. v. li.), stellvertretender Zugführer der Einsatzeinheit Aachen, hat die hiesigen Johanniter beim Empfang des Innenministers für Ehrenamtler im Katastrophenschutz vertreten (Foto: Tobias Eilers)

Auch ihre Johanniter-Landesvorstände Kirsten Hols und Magnus Memmeler sind voll des Lobes: „Unsere Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz in unseren Orts- und Regionalverbänden leisten Herausragendes für die Gesundheit und Sicherheit der Menschen in NRW – wir können ihnen nicht genug danken“, so Magnus Memmeler.

Toller Film, etwas Kritik und gute Gespräche

Zu Beginn der Veranstaltung am „Tags des Ehrenamtes“ wurde ein siebenminütiger Film mit jungen Helferinnen und Helfern der sieben Organisationen gezeigt, die darin mit Begeisterung von ihrem wichtigen Ehrenamt erzählten und um Unterstützung warben. Der Film erhielt viel Beifall. Er ist unter https://www.im.nrw/minister-herbert-reul-staerkt-das-ehrenamt-nrw online zu sehen. 

Im nachfolgenden Gespräch mit den rund 175 Gästen im Ministerium des Innern zollte Herbert Reul allen Anwesenden seinen hohen Respekt für ihren vorbildlichen Einsatz. In einer Fragerunde kamen aber auch Wünsche und Sorgen zum Ausdruck, etwa zur massiven Bedrohung des NRW-Bevölkerungsschutzes durch (Zitat) „die unnötige Ausschreibe-Hysterie der Kommunen trotz gültiger Rettungsdienst-Bereichsausnahme“. Ein Zweiter bemängelte die „überbordenden Bürokratie“ bei Material-Anschaffungen, die ehrenamtlich kaum noch zu leisten sei. Ein dritter Kritikpunkt galt der schwindenden Bereitschaft der Arbeitgeber, ihre Angestellten für Einsätze und Übungen freizustellen; ein vierter der fehlenden Anerkennung in Form von Anrechnung auf Wartesemester vor dem Studium oder auf die Rente. Reul nahm die Punkte dankend auf und entgegnete: „Wir als Landespolitik wollen die Bereichsausnahme für die Hilfsorganisationen mit dem Rettungsdienst, da sonst der Katastrophenschutz zusammenbricht.“ Für die anderen Probleme warb er um Geduld und eine Lösung in vielen kleinen Schritten.

Der Abend klang mit vielen guten Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen aus – innerhalb der Johanniter und vielfach auch zwischen den Hilfsorganisationen.

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