Die neuen Pflegestärkungsgesetze

Köln, 22. August 2016

Das ändert sich 2017

Zum 1. Januar 2017 greifen bundesweit die neuen Pflegestärkungsgesetze. Wichtigste Änderung: Aus drei Pflegestufen werden fünf Pflegegrade. Doch auch die Kriterien der Bewertung sind neu. Bislang prüfte der Medizinische Dienst der Krankenkassen, was eine Person nicht mehr kann. Künftig entscheidet stattdessen die Frage, wie gut jemand seinen Alltag noch alleine meistern kann, über die Einstufung.

Bewertung der Pflegebedürftigkeit

Umrechung von Pflegestufe in Pflegegrad

Ambulante Leistungen vom 1. Januar 2017 an

Gut zu wissen

Entlastungsbetrag

Der Entlastungsbetrag in Höhe von monatlich 125 Euro steht ambulant versorgten Pflegebedürftigen aller Pflegegrade zu. Er dient zur Deckung von zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen, beispielsweise Service-Leistungen rund um den Haushalt, Hilfen bei der Alltagsgestaltung oder besondere Betreuungsangebote wie die Musikgruppe für Menschen mit Demenz.



Verhinderungspflege

Wenn eine private Pflegeperson wegen Krankheit oder Urlaub ausfällt, finanziert die Pflegeversicherung für bis zu sechs Wochen im Jahr eine Ersatzpflege, zum Beispiel durch einen ambulanten Pflegedienst. Die Leistung kann auch stundenweise in Anspruch genommen werden, um Freiräume für Erledigungen und Erholungsphasen zu schaffen.



Tagespflege

Eine Berufstätigkeit oder andere Verpflichtungen einer privaten Pflegeperson können es erforderlich machen, für einige Stunden am Tag eine teilstationäre Pflege in Anspruch zu nehmen. Wer eine Tagespflege nutzt, behält den vollen Anspruch auf Pflegegeld bzw. Pflegesachleistungen – die Leistungen stehen zusätzlich zur Verfügung.



Bei Rückfragen und für weitere Informationen können Sie uns gerne unter folgender gebührenfreien Rufnummer erreichen (Pflegeangebot der Johanniter je nach regionaler Verfügbarkeit): Telefon 0800 3233 800

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