Herbert Reul dankt Katastrophenschützern der Johanniter

Düsseldorf, 07. Dezember 2018

Beim „Tag des Ehrenamtes“ am 5. Dezember hat Innenminister Herbert Reul allen Katastrophenschützern in NRW gedankt und stellvertretend 25 Frauen und Männer von Johannitern, Maltesern, ASB, DRK, DLRG, THW und Feuerwehren nach Düsseldorf eingeladen.

Für die Johanniter vom Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen nahm der Hennefer Holger Linz, Ortsbeauftragter des Ortsverbands Bonn und Zugführer der Einsatzeinheit EE NRW BN 03 teil. „Es ist schön wenn man feststellt, dass die ehrenamtliche Arbeit wahrgenommen wird. Auch die Möglichkeit, direkt mit dem Minister in den Dialog zu treten und Verbesserungsvorschläge einbringen zu können, vermittelte das Gefühl hoher Wertschätzung und hilft bei der stetigen Verbesserung unserer Tätigkeit“, so Holger Linz.

Der 48-Jährige Johanniter aus Hennef ist von Beruf Informatiker und leitet ehrenamtlich und mit viel Professionalität Einsätze im Bevölkerungsschutz. 66 Frauen und Männer stehen dafür jederzeit im Regionalverband bereit wenn es gilt, nach schweren Unglücksfällen und Unfällen mit vielen Verletzten, nach Naturkatastrophen oder bei notwendigen Evakuierungen zu helfen.

Die Einsatzeinheit der Johanniter kann dabei innerhalb kürzester Zeit mit Sanitäts-, Betreuungs-/Versorgungs- und Technikeinheit, geländegängigen Fahrzeugen (wie ATV und Ford Ranger) und speziellen Materialien für Strom- und Wasserversorgung einspringen, wenn Unterstützung angefordert wird. Mit insgesamt rund 13 Fahrzeugen und vier Spezialanhängern kommt so eine stattliche Anzahl zusammen, um viele Lagen schnell und kompetent abarbeiten zu können. Ebenso bedingt dies natürlich auch einen hohen und spezialisierten Ausbildungsstand der Helfer, den diese durch Übung und Fortbildung mit viel Freude und Motivation auf dem neuesten Stand halten. Die Johanniter-Landesvorstände Kirsten Hols und Magnus Memmeler sind voll des Lobes: „Unsere Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz in unseren Orts- und Regionalverbänden leisten Herausragendes für die Gesundheit und Sicherheit der Menschen in NRW – wir können ihnen nicht genug danken“, so Magnus Memmeler.

Toller Film, etwas Kritik und gute Gespräche
Zu Beginn der Veranstaltung am „Tags des Ehrenamtes“ wurde ein siebenminütiger Film mit jungen Helferinnen und Helfern der sieben Organisationen gezeigt, die darin mit Begeisterung von ihrem wichtigen Ehrenamt erzählten und um Unterstützung warben. Der Film erhielt viel Beifall. Er ist im Internet unter diesem Link zu finden:

https://www.im.nrw/minister-herbert-reul-staerkt-das-ehrenamt-nrw

Im nachfolgenden Gespräch mit den rund 175 Gästen im Ministerium des Innern zollte Herbert Reul allen Anwesenden seinen hohen Respekt für ihren vorbildlichen Einsatz. In einer Fragerunde kamen aber auch Wünsche und Sorgen zum Ausdruck, etwa zur massiven Bedrohung des NRW-Bevölkerungsschutzes. Ein Zweiter bemängelte die „überbordenden Bürokratie“ bei Material-Anschaffungen, die ehrenamtlich kaum noch zu leisten sei. Ein dritter Kritikpunkt galt der schwindenden Bereitschaft der Arbeitgeber, ihre Angestellten für Einsätze und Übungen freizustellen; ein vierter der fehlenden Anerkennung in Form von Anrechnung auf Wartesemester vor dem Studium oder auf die Rente. Reul nahm die Punkte dankend auf und entgegnete: „Wir als Landespolitik wollen die Bereichsausnahme für die Hilfsorganisationen mit dem Rettungsdienst, da sonst der Katastrophenschutz zusammenbricht.“ Für die anderen Probleme warb er um Geduld und eine Lösung in vielen kleinen Schritten.

Der Abend klang mit vielen guten Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen aus – innerhalb der Johanniter und vielfach auch zwischen den Hilfsorganisationen.