Johanniter helfen mit „Zuwarmi“-Aktion

Sankt Augustin/Siegburg, 03. August 2018

Eine Gruppe von Johannitern aus dem Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen ist am 2. August unter dem Motto „Zuwarmi“ im Einsatz gewesen, um kostenlos Wasserflaschen an die Menschen auszugeben, die unterwegs sind. Ausgerüstet mit Rucksäcken und Taschen zogen sie los, um zu helfen, wo jemand unter der Hitze leidet. Pressesprecherin Natalie Brincks: „Überall sind die Menschen derzeit aufgerufen zu helfen. Wir Johanniter verteilen NRW weit Wasser und geben dazu noch individuelle Tipps zum richtigen Umgang mit der Hitze.“

Die verteilten Trinkflaschen wurden von Taxifahrern, Werkstattmitarbeitern und Passanten gerne angenommen: „Das tut gut, eine gute Aktion von Ihnen, danke“ und „wo Sie mich daran erinnern, ich hab heute wirklich noch nicht genug getrunken“, waren die häufigsten Reaktionen.

„Bei den momentanen Temperaturen ist es wichtig, als Erwachsener mindestens einen Liter mehr als an normalen Tagen zu trinken“, rät Ellen Schmickler, Erste-Hilfe-Ausbilderin bei den Johannitern im Regionalverband. „Gerade jetzt haben wir es häufiger mit Kreislaufbeschwerden zu tun als sonst. Trinken Sie deshalb stets ausreichend. Und dann haben wir auch noch ein paar konkrete Tipps für Sie, wie Sie sich schützen können“, so die Johanniterin.

Bei der „Zuwarmi“-Aktion handelt es sich um eine landesweite Aktion an vielen Standorten der Johanniter in NRW, an der sich der Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen gerne beteiligt hat.

Mehr Infos finden Sie auf unserer Facebookseite www.facebook.com/johanniter.rv.bonn oder unter #zuwarmi

Hintergrund: Hitze-Tipps der Johanniter

Nicht für jeden bedeutet die Sommerwärme pures Vergnügen. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius kann es für den Organismus äußerst anstrengend oder sogar lebensgefährlich werden – es droht der Hitzekollaps. Davon betroffen sind vor allem Ältere und chronisch kranke Menschen, aber auch jüngere Menschen sollten sich vor Hitzschlag, Sonnenstich und Hitzeerschöpfung wappnen. Wie man sich am besten schützt und was im Notfall zu tun ist, erklären die Johanniter.

Wenig Bewegung, nicht rausgehen, viel trinken – damit helfen Sie Ihrem Körper am besten, sich gegen Überhitzung zu schützen. Unsere Tipps:

  • Halten Sie sich möglichst in Gebäuden oder im Schatten auf.
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengungen, legen Sie bewusst Pausen ein.
  • Ideale Durstlöscher sind nicht-alkoholische Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen mit zimmerwarmer Temperatur.
  • Tragen Sie luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung.
  • Zwischendurch Hände, Nacken und Gesicht mit Wasser abkühlen.

Erste Anzeichen einer Hitzeerschöpfung sind Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen und das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können. Um drastische Temperaturstürze zu vermeiden, empfiehlt es sich, sanft die Körpertemperatur mit kalten Umschlägen zu senken. Für den Rest des Tages ist es wichtig, sich zu schonen.

Maßnahmen
Bei schwerer Überhitzung droht sogar Bewusstlosigkeit. Dann sind wichtige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu beachten:

  • Bei einem Zusammenbruch umgehend den Rettungsdienst über die 112 verständigen.
  • Die betroffene Person in den Schatten bringen.
  • Falls nicht ansprechbar: die Atmung prüfen.
  • Stabile Seitenlage bei normaler Atmung, ansonsten umgehend Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen.
  • Menschen ohne Bewusstsein dürfen keine Getränke verabreicht werden, sie könnten daran ersticken.

Die Johanniter empfehlen alle zwei Jahre das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen.