Kibiz-Fachgespräch: Viel Lob, einige Wünsche und viele Nachfragen

Düsseldorf / Sankt Augustin, 04. Juli 2019

Kitaleitungen diskutieren mit dem Landtagsabgeordneten Jens Kamieth über das neue Gesetz für Kindertageseinrichtungen in NRW

Mit viel Lob für die Stärkung der pädagogischen Facharbeit in den NRW-Kitas im geplanten neuen "Kibiz"-Gesetz startete das Fachgespräch im Landtag zwischen MdL Jens Kamieth und 18 Kita-Leitungen, -Fachbereichsleitungen und einem Regionalvorstand der Johanniter gestern im Düsseldorfer Landtag. Das "Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern", kurz: Kinderbildungsgesetz KiBiz, regelt die Rahmenbedingungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung ab 2020/2021 im bevölkerungsreichten Bundesland neu, in dem die Johanniter Träger von zurzeit 65 Einrichtungen sind.

Besonders lobten die Fachfrauen und -männer der Johanniter die Aufnahme neuer Punkte in den Gesetzesentwurf, darunter die Mitbestimmungsrechte, das freie Spiel für Kinder und die Ausrichtung der pädagogischen Arbeit an den individuellen Stärken der Kinder, die Fachberatung, die Erhöhung der Personalstunden und Leitungsfreistellung, die Zuschüsse zu Ausbildung und Anleitungs-Zeiten inklusive der Stärkung von Praxisintegrierter Ausbildung (PiA), die Dynamisierung der Personal- und Mietkosten sowie die verbesserte Anrechnung von Verwaltungskosten zur Entlastung der Leitungen.

"Die Johanniter stehen für Qualität"

Jens Kamieth stellte sich den konkreten Nachfragen zur Umsetzung offen und gerne: "Die Johanniter Nordrhein-Westfalen stehen für ein besonders hohes Maß an Qualität in der frühkindlichen Bildung. Sie sind hierfür zu Recht schon mehrfach ausgezeichnet worden. In den zurückliegenden Monaten haben wir von ihnen wertvolle inhaltliche Impulse für das neue KiBiz erhalten: mit Blick auf das Thema Partizipation und Mitbestimmung und zu vielen anderen Aspekten, die sich jetzt im Gesetzesentwurf wiederfinden. Den guten und vertrauensvollen Austausch schätzen wir und möchten diesen auch in Zukunft fortsetzen", so der 50-jährige Abgeordnete aus Siegen.

Die Teilnehmenden nahmen die Steilvorlage gerne an: Kita-Fachbereichsleiterin NRW, Sylvia Steinhauer-Lisicki begann die angeregte und konstruktive Diskussion über die fachliche Details der Gesetzgebung, bei der es unter anderem um Ergänzungskraftstunden, die Verbesserungen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und die multiprofessionellen Teams ging.

Viele Wünsche der Kita-Leitungen finden sich im neuen Kibiz wieder, das zu Beginn des Kita-Jahres 2020/2021 in Kraft treten soll – doch leider nicht alle. Kamieth warb hier um Verständnis: 1,3 Mrd. Euro mehr für die NRW-Kitas sei das maximal Mögliche gewesen, was dem Land als finanzieller Spielraum zur Verfügung gestanden habe.

Jens Kamieth (vorne in der Mitte) mit den Kita-Expertinnen und -Experten der Johanniter im Landtag. Aus der Region Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen mit dabei: Regionalvorstand Marius Mainzer (2. v. re.)

Über 90 Minuten dauerte das Fachgespräch und hinterließ bei den Teilnehmenden einen positiven Eindruck: "Offen, freundlich, fachkundig, erkenntnisreich und auf Augenhöhe" sei das Gespräch gewesen, so Sylvia Steinhauer-Lisicki.

Hintergrund

Nach Jahren der chronischen Unterfinanzierung des Kita-Systems in NRW hatten CDU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag das Thema frühkindliche Bildung und Betreuung mit "Priorität 1" versehen. Das revisionierte Kibiz-Gesetz ist am 25. Juni vom Kabinett beschlossen worden und soll noch vor der Sommerpause in den Landtag eingebracht werden. Jens Kamieth (CDU) gilt neben Marcel Hafke (FDP) als einer der Architekten des Kibiz-Gesetzes im Landtag, das vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKFFI) unter der Leitung von Dr. Joachim Stamp (FDP) mitgestaltet wurde.

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