Tag der Pflege am 12. Mai: „Pflege ist eine große Aufgabe“

Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen, 12. Mai 2019

Foto: JUH/Martin Bühler

Zum internationalen „Tag der Pflege“ am 12. Mai 2019 rücken die Johanniter die pflegenden Angehörigen in den Mittelpunkt. „Wer sich beruflich oder in der Familie für Pflegebedürftige engagiert, leistet Großartiges. Mit viel Hingabe und Engagement helfen diese Menschen, dass Senioren auch am Lebensende im eigenen Zuhause bleiben können, das verdient unseren Respekt“, sagt Lutz Hoffmann, Fachbereichsleiter der ambulanten Pflege bei den Johannitern vom Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen. Hier arbeiten 110 Pflegekräfte an fünf Standorten und versorgen heute 600 Patienten. Der jüngste ist 45 Jahre, der älteste 99.

Angesichts der seit Jahren steigenden Lebenserwartung nimmt die Pflege zu Hause einen immer wichtigeren Stellenwert in der Gesellschaft ein. Im Dezember 2017 lag laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bereits bei mehr als 3,41 Millionen; gut drei Viertel von ihnen (2,59 Millionen) werden von ihrer Familie gepflegt. Auch bei der Pflegedauer schlägt sich nieder, dass wir immer älter werden: Dank der verbesserten Gesundheitsversorgung Hochbetagter hält die Ausnahmesituation für Familien heutzutage oft über viele Jahre an. 81 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel war mindestens 85 Jahre alt.

Wer die häusliche Pflege eines Angehörigen übernimmt, sollte auch sich selbst im Blick behalten, empfehlen die Johanniter. „Ohne Erfahrung unterschätzt man schnell, wie kräftezehrend diese Aufgabe werden kann. Viele Angehörige überfordern sich dabei“, weiß Pflegedienstleiterin Klara Bernhardt von der Johanniter-Sozialstation Troisdorf zu berichten. Es ist entscheidend, auf Anzeichen von Überlastung sensibel zu reagieren und auf sich selbst zu achten.
Auch sollte man sich nicht scheuen, Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen: „Wer die Hilfe von professionellen Kräften in Anspruch nimmt, erkennt eigene Grenzen an und handelt  verantwortungsbewusst“, sagt Pflegedienstleiterin Eva Pajak von der Sozialstation Bonn. Auch einige Entlastungsangebote, wie etwa die Kurzzeitpflege oder die Verhinderungspflege, bieten darüber hinaus notwendige Erholungsmöglichkeiten.

Die Johanniter im Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen
Der Regionalverband bietet Ambulante Pflege in den Sozialstationen in Bad Honnef, Bonn, Meckenheim, Sankt Augustin und Troisdorf an.
Für Fragen rund um das Thema Pflege zu Hause steht das Team der Johanniter jederzeit zur Verfügung: Telefonische Anfragen für Bad Honnef: 02224 93710, Bonn: 0228 50217760, Meckenheim: 02225 9808060 und Sankt Augustin: 02241 1496930.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe betreibt deutschlandweit 123 ambulante Pflegedienste mit mehr als 3.000 Mitarbeitern. In 97 Einrichtungen des Betreuten Wohnens kümmern sich die Johanniter um die Bewohner, wenn diese Hilfe benötigen. In 24 ambulanten und stationären Hospizdiensten begleiten Johanniter Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt.

Mit mehr als 23.000 Beschäftigten, rund 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und knapp 1,3 Millionen Fördermitgliedern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.