Gebetsräume für Flüchtlinge

16. April 2015

Oerlinghausen. Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) stellt zwei Gebetsräume für Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Flüchtlingsunterkunft am Flugplatz zur Verfügung. Beide Räume sind jetzt von JUH-Landespfarrer Christoph Pompe (links) und Einrichtungsleiter Jochen Nadolski-Voigt (Mitte) ihrer Bestimmung übergeben worden.  

Ein Gebetsraum steht Flüchtlingen muslimischen Glaubens zur Verfügung. Das Internationale Kommunikationszentrum (IKZ), ein Detmolder Moscheeverein, hat sich an Einrichtung und Ausstattung beteiligt. So hat die Gemeinde den Bodenteppich gespendet. Außerdem überbrachten Harun Yaldir (kniend) und Isa Eminoglu im Namen des IKZ auch einen Gebetsteppich, mehrere Koranausgaben, Gebetsketten und ein Gebetsgewand.

„Von den zurzeit rund 300 Flüchtlingen sind mehr als die Hälfte muslimischen Glaubens“, erläutert Christoph Pompe. „Insbesondere fürs Freitagsgebet, das ja ein Gemeinschaftsgebet ist, benötigen die muslimischen Bewohner  einen geeigneten Raum.“ Das circa 40 Quadratmeter große Zimmer wurde zwar schon zuvor provisorisch als Andachts- und Gebetsraum genutzt, musste aber noch hergerichtet werden – eine Kibla inclusive, die die Gebetsrichtung nach Mekka markiert. Dafür nutzte Pompe seinen Kontakt zum IKZ, den er als Notfallseelsorger schon seit geraumer Zeit  aufgebaut hatte.

Der zweite Gebetsraum dient den Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften zur Ausübung ihres Glaubens. So leben katholische und orthodoxe Christen, Jesiden und Buddhisten in der Unterkunft.