Feueralarm in der Kita Kunterbunt

Bad Oeynhausen, 08. Oktober 2018

Dichte Nebelschwaden sammeln sich in der Turnhalle der Johanniter-Kindertageseinrichtung Kunterbunt. Den Kindern, Eltern und Erzieherinnen ist der Fluchtweg durch das Treppenhaus versperrt, so dass sie sich in einen Gruppenraum in Sicherheit bringen und den Notruf absetzen. Nur wenige Minuten später trifft das erste Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Werste an der Einsatzstelle ein. Den Einsatzkräften zeigt sich eine ernste Situation: Die Eingeschlossenen, täuschend echt von der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung der Johanniter geschminkt, trommeln in Panik an die Fensterscheiben und schreien laut um Hilfe.

 

Nach der Erkundung durch Einsatzleiter Stefan Flaig stellt sich schnell heraus, dass sich mehr als 20 Personen in dem verrauchten Gebäude befinden. „Wir haben sofort die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst nachgefordert.“, erklärt Flaig die weitere Vorgehensweise bei dieser Alarmübung. Gemäß Einsatzplan ist für ein solches Ereignis auch die Alarmierung der Einsatzeinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe in Bad Oeynhausen vorgesehen, die mit ihren Sanitäts- und Betreuungsgruppen den Rettungsdienst verstärken kann.

 

Zügig retten die Feuerwehrleute unter Atemschutz die Verletzten aus dem Gebäude und übergeben diese an die Einsatzkräfte der Johanniter. „Schwerverletzte Personen transportieren wir sofort in umliegende Krankenhäuser, während wir Leichtverletzte an einer sogenannten Patientenablage versorgen und die Reihenfolge des Abtransports nach einer Vorsichtung festlegen“, erklärt Zugführer Jan Zassenhaus die Maßnahmen der Johanniter.

 

Wir freuen uns sehr, dass sowohl die Feuerwehr als auch die Johanniter uns bei der Durchführung einer solchen Übung unterstützt haben“, berichtet KiTa-Leiterin Marion Gärtner. Und auch Jochen Gaertig, Löschgruppenführer der Feuerwehr Werste und Guido Schanz von den Johannitern bedanken sich, dass ihnen eine Übung in einem solchen Objekt mit Kindern ermöglicht wurde. „Dieses Szenario mit engem Treppenhaus, schmalen Straßen und wenig Arbeitsfläche forderte die Kräfte beider Organisationen in besonderem Maße und heben die Wichtigkeit solcher gemeinsamen Übungen für eine optimale Zusammenarbeit hervor.“, resümieren Jochen Gaertig und Guido Schanz.