Die Corona-Warn-App fürs Smartphone ist da

Rhein-Kreis Neuss, 19. Juni 2020

Jetzt installieren: Die Corona-Warn-App der Bundesregierung für alle, die mithelfen wollen, Infektionsketten schnell zu durchbrechen. Was Sie darüber wissen müssen, haben wir für Sie zusammengestellt.

Mit den Corona-Lockerungen sind wir wieder mehr unterwegs - auf dem Weg zur Arbeit oder auf ein Bier nach Feierabend. Wir begegnen dabei vielleicht auch Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sein können und das Virus an andere übertragen. Auch ohne, dass sich Symptome bemerkbar machen. Wenn dann eine Infektion entdeckt wird, setzt sich das Gesundheitsamt mit allen Kontakten der betroffenen Person in Verbindung, um weitere Infektionen zu vermeiden. Da wir jedoch unmöglich wissen können, wem wir anonym auf der Straße begegnet sind, schließt nun die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung diese Lücke.

"Die App ist ein sehr wichtiges Werkzeug, um Infektionsketten  früh zu identifizieren und zu unter­brechen", sagt Jörg Lüssem Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter, der sich die App bereits auf dem Handy installiert hat. "Mit der Corona-Warn-App kann die große Johanniter-Gemeinschaft sehr viel zur Pandemie-Bekämpfung beitragen, denn je mehr Menschen sich beteiligen, desto effektiver funktioniert das Warnsystem."

Wie funktioniert die App?

Wann immer sich Nutzer/-innen begegnen, tauschen ihre Smartphones über Bluetooth im Abstand von zweieinhalb bis fünf Minuten Zufallscodes aus. Halten sich zwei Menschen, die beide die App nutzen, minutenlang in unmittelbarer Nähe zueinander auf, tauschen die Smartphones anonymisiert ihre Identifikationsnummern aus. Das klappt so auch bei zufälligen Begegnungen, etwa im Zug oder an der Supermarktkasse. Die App speichert alle Zufallscodes, die unser Smartphone sammelt, für 14 Tage (Inkubationszeit des Virus).Wenn App-Nutzerinnen und -Nutzer nun erfahren, dass sie infiziert sind, tragen sie diesen Status selbst in die App ein - jedoch mit einem QR-Code oder einer TAN, die man von einem Testlabor erhält. Dadurch wird Missbrauch oder Irrtum verhindert. Über die App erhalten dann die betroffenen Kontakte einen Hinweis, dass sie sich ebenfalls testen lassen sollen. Dabei werden nie die Klarinformationen der Anwender verwendet.