Höchste Auszeichnung des Johanniterordens für Neusser Ehrenamtler beim diesjährigen Neujahrsempfang der Johanniter

Neuss, 29. Januar 2020

Traditionell werden beim Neujahrsempfang der Johanniter besonders verdiente Ehrenamtliche geehrt. Dieses Jahr wurde Dieter Guderley aus Neuss im Regionalverband Niederrhein die Ehrennadel mit Band, die höchste Auszeichnung des Johanniterordens, verliehen. Dieter Guderley ist seit fast 43 Jahren bei den Johannitern für seine Mitmenschen aktiv: Im Katastrophenschutz, in der Jugendarbeit beim Schulsanitätsdienst, als Mediensprecher und als Koordinator der Ehrenamtsarbeit sowie als Vertreter und stellvertretender Delegierter der JUH.

 

 

Der Neujahrsempfang der Johanniter

Über 250 geladene Gäste aus Politik, Kirche, Verwaltung, Wirtschaft und befreundeten Hilfsorganisationen folgten der Einladung der Johanniter in die Stadtkirche Solingen: Am traditionellen Neujahrsempfang nahmen auch NRW-Innenminister Herbert Reul, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und viele Bundes- und Landtagsabgeordnete teil. 

Inhaltlicher Schwerpunkt war der Katastrophenschutz: das einzigartige System zum Schutz von Gesundheit und Leben der Bevölkerung in Deutschland, das komplett von spezialisierten Ehrenamtlichen getragen wird und bei Naturkatastrophen, Großschadensereignissen und großen Evakuierungen zum Einsatz kommt – wie zuletzt in Dortmund und Düsseldorf, wo 25.000 Menschen evakuiert, versorgt und untergebracht werden mussten. Die Johanniter sind eine der tragenden Säulen des Katastrophenschutzes in NRW. 

Wie Katastrophenschutz, Ehrenamt und Demokratie zusammenhängen

In seinem Festvortrag sprach NRW-Innenminister Herbert Reul über den Katastrophenschutz NRW, die Johanniter und andere Hilfsorganisationen sowie die wichtige Wertschätzung des Ehrenamtes und seine Bedeutung für die Gesellschaft und Demokratie. Er sagte: „Sie als Johanniter sind mehr als Ersthelfer, Seelsorger, Kümmerer: Sie alle sind das Bollwerk unserer freiheitlich-demokratischen und sozialen Gesellschaft! Ohne anerkannte Organisationen wie die Johanniter hätte der Katastrophenschutz in unserem Land ein ganz anderes Gesicht. Sie geben den Ehrenamtlern Ausbildung und Struktur und machen sie so zu stets zuverlässigen Partnerinnen und Partnern.“ 

Oberbürgermeister Tim Kurzbach dankte den Johannitern in seinem Grußwort für ihren unermüdlichen Einsatz für Menschen in Not, etwa in der Solinger Kältehilfe für wohnungslose Menschen, die sie gemeinsam mit Maltesern und THW leisten. 

In seiner Begrüßungsrede lobte Hans v. Tiesenhausen, Mitglied des Landesvorstandes, insbesondere die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer: „Diese Menschen sind das Herz unserer Gesellschaft. Ehrenamt macht eine demokratische Gesellschaft und Wertegemeinschaft stark und hält sie zusammen. Weil Menschen, die sich engagieren, die Gesellschaft konstruktiv mitgestalten.“

"Wir beschützen, bilden aus, erziehen, pflegen, betreuen und retten. Das ist unser Beitrag als Johanniter: Für unsere Gesellschaft. Für unsere Demokratie. Für unser gemeinsames NRW."

Landesvorstand Udo Schröder-Hörster, sprach voller Begeisterung über den fünftägigen Großeinsatz beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag im Juni in Dortmund, den gut 1.000 Johanniter im Sanitäts- und Fahrdienst mitgestaltet hatten: „Zwar werden unsere Einsätze – gerade auch im Katastrophenschutz – immer komplexer und länger. Aber wir Johanniter haben uns darauf eingestellt mit guten Fortbildungen, neuem Material und unserer Spezialeinheit UNIKE für Extremwetterlagen.“ Und weiter: „Wir Johanniter wollen auch in Zukunft für die Menschen da sein, die wir beschützen, ausbilden, erziehen, pflegen, betreuen und retten. Das ist unser Beitrag als Johanniter: Für unsere Gesellschaft. Für unsere Demokratie. Für unser gemeinsames NRW.“

Zwei weitere Auszeichnungen für hoch verdiente Ehrenamtliche

Marion Schneider aus Reichshof-Drespe (Regionalverband Rhein.-/Oberberg) und Ulrich Hoffmann aus Dortmund (Regionalverband Östliches Ruhrgebiet) erhielten mit der „Verdienstmedaille“ die höchste Auszeichnung des NRW-Landesvorstandes. 

Gottesdienst zur Jahreslosung

Dem Empfang und den Ehrungen vorangegangen war ein Gottesdienst in der Stadtkirche unter der Leitung von JUH-Pfarrer Gisbert von Spankeren. Von Spankeren predigte über das Gottvertrauen und die Jahreslosung 2020, „Ich glaube; hilf meinem Unglauben.“ (Markus 9,24).

Die Kollekte war für das Ambulant Betreute Wohnen der Johanniter für psychisch Kranke im RV Bergisch-Land bestimmt.

Zahlreiche prominente Gäste 

Neben den genannten Rednern nahmen an dem Neujahrsempfang auch der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Christoph Unger, Ministerialdirigentin Cornelia de la Chevallerie aus dem NRW-Innenministerium, der Ehrenkommendator des Johanniterordens, Christian Graf von Bassewitz, sowie zahlreiche Führungskräfte und Mitglieder des Johanniterordens, der Diakonie und befreundeter Hilfsorganisationen teil. 

Im Anschluss an den Neujahrsempfang informierten sich die Gäste in persönlichen Gesprächen über die aktuelle Arbeit der Johanniter im Bergischen Land und Nordrhein-Westfalen. Regionalvorstand Stefan Müller war abschließend sehr zufrieden: „Es war eine gelungene Veranstaltung mit guten Impulsen der Redner und wertvollem Austausch mit unseren Gästen.“