Aktionstag mit Pflaster

Gummersbach, 06. Oktober 2019

Alle Dienste und Einrichtungen der Johanniter aus dem Regionalverband Rhein.-/Oberberg waren am Samstag, 5. Oktober 2019, in der Gummersbacher Innenstadt vertreten. Bei einem Aktionstag zeigten ehren- und hauptamtliche Johanniter ihr Können, sie informierten über ihre Hilfe für die Menschen – und das ganz anschaulich und praxisnah: In der Fußgängerzone der oberbergischen Kreisstadt gab es unter anderem Erste-Hilfe-Tipps, die Besuchs- und Rettungshunde zeigten, wie sie üben und arbeiten und der Hausnotruf wurde anschaulich demonstriert.

Tausche alt gegen neu

Gleichzeitig hatten die Johanniter die Bevölkerung aufgerufen, ihre unbrauchbar gewordenen Pflaster abzugeben. Dafür erhielten die Menschen neue, und aus den alten wurde an einer Statue das größte Heftpflaster der Welt geklebt. Vier Jahre zuvor hatten die Johanniter bereits in Bergisch Gladbach den längsten Verband der Welt gewickelt.

Am Ende waren es 470 Pflaster, die geklebt wurden, 100 Johanniterinnen und Johanniter waren dabei und zahlreiche Gespräche wurden mit interessierten Menschen geführt.

Die Vierbeiner aus dem Besuchshunde-Dienst der Johanniter bewiesen bei ihren Vorführungen, dass sie menschenfreundlich sind, gerne lernen und spielen und dass sie es vor allem lieben, sich streicheln zu lassen. „Diese Eigenschaften sind eine Voraussetzung für den Dienst, denn wir besuchen mit den Hunden zahlreiche Kindertagesstätten sowie Seniorinnen und Senioren“, erklärte Koordinatorin Judith Timmermann im Interview mit Basti Wirtz. Der Moderator führte durch das Programm der Johanniter und stellte viele Fragen zu ihrer Arbeit und ihren Diensten.

Kinder wurden zu Johanniter-Ehrenhelfern

Wie anspruchsvoll die Rettungshunde-Arbeit ist, erklärte deren Staffelleiter Björn Schinkowski. Die Teams der Johanniter-Rettungshundestaffel führten das vor und ließen ihre Hunde auch Gäste aus dem Publikum aufspüren. Das gefiel den Kindern ebenso wie die kreativen Angebote der Mitarbeitenden aus den Johanniter-Kitas: Bei ihnen konnten sich die jungen Gäste schminken lassen, sie konnten Holz bearbeiten oder das Spiel „Johanniter ärgere dich nicht“ basteln.

Die Kinder erhielten außerdem an jedem Johanniter-Stand einen Stempel, für deren Sammeln sie schließlich einen Ausweis mit eigenem Foto als „Johanniter-Ehrenhelfer“ bekamen.

Die Mutter vom Haunotruf überzeugen

Man könne bei der Ersten Hilfe nur eines falsch machen, erklärte Johanniter-Ausbilder Thomas Prediger dem Publikum. Und das sei: Nichts machen. Wie er, informierten die Johanniter-Jugend und die Motorradstaffel der Johanniter im Regionalverband Niederrhein über die wichtigen Handgriffe.

„Wie überzeuge ich meine Mutter davon, sich einen Hausnotruf anzuschaffen?“, diese Frage wurde am Stand der Notrufdienste vielfach gestellt. Die Johanniter-Mitarbeitenden wiesen dann darauf hin, dass die Menschen dank der Hilfe auf Knopfdruck noch lange selbständig zu Hause leben können.

Respekt gibt es nicht immer

Über den Rettungs- und Sanitätswachdienst der Johanniter sprach Zugführer und Notfallsanitäter Andreas Meitzner im Interview mit Basti Wirtz. Bei den Diensten der Johanniter bei Veranstaltungen und Events brächten die Menschen den Ehrenamtlichen viel Respekt und Dankbarkeit entgegen, sagte er. Beim hauptamtlichen Rettungsdienst sei das leider nicht immer so: „Oft sind Autofahrer verärgert, wenn unser Rettungswagen ihnen den Weg versperrt, aber wenn wir Leben retten, lässt sich das nicht immer vermeiden.“