Anspruchsvolle Tests

Wiehl, 26. August 2019

Rettungshunde-Prüfung in Wiehl

„Das ist einfach toll, ich weiß nach der ganzen Anspannung jetzt gar nicht, was ich sagen soll.“ Kerstin Winterboer aus Holzminden hat sich in Wiehl über ihre bestandene Prüfung für die Rettungshundearbeit gefreut. Mit ihrem dreijährigen Hund Mogli war die Ehrenamtliche aus dem Johanniter-Regionalverband Südniedersachsen am Samstag, 24. August 2019, zur Zentralen Rettungshunde-Prüfung der Johanniter in Wiehl angetreten.

Bei der in diesem Jahr sechsten bundesweiten Prüfung der Johanniter unterzogen sich acht Teams aus einem Menschen und seinem Hund den Tests. Ihre Grundlage ist die „Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams“ von Johannitern, Maltesern, ASB und DRK.

Ankreuzen, finden und verweisen

Sieben Ehrenamtliche und ihre Hunde der Johanniter aus dem gesamten Bundesgebiet sowie ein Team des DRK waren zu der Prüfung nach Wiehl gereist. Die Anspannung war bei allen Prüflingen groß. Den schriftlichen Test bestanden dann in Wiehl alle Zweibeiner. Die 25 Fragen zu Wetterkunde, Erste Hilfe, Funk oder Verhalten des Hundes hatten sie richtig beantwortet. Die Gehorsams- und Verweisprüfung meisterten vier Ehrenamtliche und ihre Hunde. Sie konnten damit die Prüfung fortsetzen und gingen in die Flächensuche. Dabei galt es, in einem Wald in Wiehl auf 30.000 Quadratmetern bis zu zwei Menschen innerhalb von 20 Minuten zu finden. Diese Flächensuche und damit die gesamte Prüfung ist von zwei Teams bestanden worden.

Anstupsen gilt nicht

Die bestandene Prüfung ist Voraussetzung dafür, dass die Teams von den Einsatzleitstellen alarmiert werden und in einen Sucheinsatz gehen dürfen, sie muss alle zwei Jahre wiederholt werden. „Nicht bestanden wird die Prüfung zum Beispiel, wenn der Hund einen Menschen bei der Suche im Wald zwar findet, dies aber seinem Besitzer nicht mit Bellen oder Hin- und Herlaufen anzeigt“, sagt Björn Schinkowski, Leiter der Rettungshundestaffel im Johanniter-Regionalverband Rhein.-/Oberberg. Der Hund dürfe beim Auffinden außerdem den Vermisstendarsteller nicht berühren oder gar bedrängen.

Ein großes Lob an die Ehrenamtlichen

Immerhin gehe es bei einem späteren Rettungseinsatz um Menschenleben, erklärte in Wiehl Gregor Adam, Prüferobmann der Johanniter aus dem bayerischen Kaufbeuren, die strenge Prüfungsordnung. „Dass die Ehrenamtlichen daher immer wieder motiviert sind, stetig zu trainieren und ihre freie Zeit und viel Energie für diesen Dienst einzusetzen, ist eine großartige Sache, für die wir Johanniter sehr dankbar sind“, betont Malte Probst-von Müffling, ehrenamtlicher Regionalvorstand der Johanniter in Rhein.-Oberberg, der sich die Prüfungen angeschaut hatte.

Ausgerichtet hatte die Prüfung in Wiehl die Rettungshunde-Staffel der Johanniter aus Rhein.-/Oberberg .