Hoher Puls und guter Riecher

Göppingen / Ründeroth, 05. November 2019

Daniela Bahn bestand mit Baker die Rettungshunde-Prüfung

„Das war einfach eine großartige Leistung meines Hundes Baker“, freut sich Daniela Bahn von der Rettungshundestaffel der Johanniter im Regionalverband Rhein.-/Oberberg. Denn mit ihrem fünfjährigen Rüden hat die Ehrenamtliche am Samstag, 2. November 2019, die Rettungshunde-Prüfung im baden-württembergischen Göppingen bestanden. Zu der von den Johannitern im Regionalverband Ostwürttemberg ausgerichteten Prüfung waren insgesamt 35 Teams aus Ehrenamtlichen und ihren Hunden angetreten, 15 Teams bestanden die Tests. Geprüft wurden das Mantrailing, die Flächen- und Trümmersuche nach den Richtlinien der „Gemeinsamen Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams“ von Johannitern, Maltesern, ASB und DRK.

Zwei Vermisste in 20 Minuten

Die Ründerotherin Daniela Bahn meisterte die Prüfung für die Flächensuche, dabei galt es unter anderem in einem verzweigten Waldgelände von einer Größe über 30.000 Quadratmetern zwei Vermisstendarsteller innerhalb von 20 Minuten zu finden.

Mit der Heilpädagogin und ihrem Mischling aus Labrador und Weißem Schäferhund gibt es nun in der Johanniter-Rettungshundestaffel vier geprüfte Teams. Ihre bestandene Prüfung ist Voraussetzung dafür, über die jeweiligen Leitstellen alarmiert zu werden und in den Sucheinsatz für den Bevölkerungsschutz zu gehen. Der anspruchsvolle Test muss alle zwei Jahre wiederholt werden.

„Mein Puls war auf 140“, erzählt Daniela Bahn lachend von ihrem Prüfungseinsatz. Natürlich übertrage sich solch eine Aufregung auch auf den Hund. „Doch Baker hat sämtliche Herausforderungen souverän gemeistert“, ergänzt sie. Seit dem Juli 2015 trainiert sie insgesamt zehn Stunden in der Woche mit der Rettungshundestaffel. Als sogenannte Helferin ohne Hund war sie bei vergangenen Einsätzen unter anderem in Leverkusen und Leichlingen dabei und hat geholfen, die Suchgebiete einzuteilen und die Teams zu koordinieren.

Tolles Team mit wertvollem Zusammenhalt

„Es ist großartig, dass ich mit Baker etwas Sinnvolles für die Gesellschaft machen kann“, meint die Ehrenamtliche. Für sie sei das auch ein Ausgleich zum Beruf und für ihren Hund eine tolle Aufgabe, bei der er sich bewegen und seine Nase vernünftig einsetzen könne. Sie freue sich darüber, dass es bei den Johannitern tolle Trainerinnen gebe, die die Ehrenamtlichen mit viel Herzblut und Einfühlungsvermögen stärkten und motivierten, und die Hilfsorganisation außerdem hochwertige Ausrüstungen und Ausbildungen bereitstelle.

„Was unsere Staffel außerdem ausmacht, ist der tolle Zusammenhalt auch in schwierigen Situationen, in denen man sich aufeinander verlassen kann und auch gegenseitig hilft.“ So mache das Ehrenamt richtig viel Freude, ist ihr Fazit.