„Ihr habt ja recht!“

Bechen, 04. April 2019

Vorbildlich: Motorradfahrer Louis Schulz hat erst im Vorjahr einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht. „Es wäre doch fatal, wenn ich bei einem Unfall nicht helfen kann!“, sagt er und spricht mit Johanniter Eckehard Henk nochmal die Helmabnahme durch

Sicherheitstipps von Polizei und Johannitern gab es bei der Aktion „Kaffee und Knöllchen“

Sie fuhren in Jeans oder Arbeitskleidung auf schweren Maschinen, ihr letzter Erste-Hilfe-Kurs lag 30 Jahre zurück, manche hatten keinen Schalldämpfer oder den falschen Reflektor: Fast 200 Motorradfahrer und -fahrerinnen hat die Polizei bei ihrer unangekündigten Aktion „Kaffee und Knöllchen“ am vergangenen Samstag in Kürten-Bechen kontrolliert. Und für sie alle gab es wichtige Tipps zur Sicherheit - auch von den Ehrenamtlichen der Johanniter.

Die Erste Hilfe alle zwei Jahre auffrischen

Und da galten keine Ausreden für den mangelnden Schutz durch richtige Kleidung. „Ich wollte nur eben was einkaufen fahren …“ - das blieb so nicht stehen. Denn: „Bei einem Unfall in Jeans kann die Hautverletzung bis auf die Knochen gehen.“ Darauf wies Zugführer Andreas Meitzner von den Johannitern im Regionalverband Rhein.-/Oberberg hin. Mit den Ehrenamtlichen Dominique Winkler und Eckehard Henk mahnte er immer wieder die Auffrischung der Ersten Hilfe an: „Ein Kurs sollte alle zwei Jahre wiederholt werden!“

Eine Kontrolle auf Augenhöhe

„Ihr habt ja recht!“ Das meinten die meisten der Kontrollierten in Bechen. Die Aktion hatte einen ernsten Hintergrund: Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind im Vorjahr 120 Menschen mit dem Motorrad verunglückt. „Wir begegnen den Verkehrsteilnehmern auf Augenhöhe und verteilen nicht nur Mängelkarten und Verwarngelder, sondern geben viel mehr wichtige Tipps, die zur Sicherheit beitragen“, sagt daher Polizeihauptkommissar Siegfried Breuer, der die Aktion in Bechen leitete.