In der Kita für den Beruf lernen

Rhein-Berg / Oberberg, 12. März 2020

Für noch mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung und gegen den Mangel an fachlichem Nachwuchs: Mitarbeitende der Johanniter-Kitas ließen sich für die „Qualifizierte Praxisanleitung“ weiterbilden

In den Kindertageseinrichtungen erfahren sie die Praxis der frühkindlichen Bildung und lernen das Anwenden ihrer Inhalte kennen: Angehende Erzieherinnen und Erzieher, Absolventinnen und Absolventen der praxisintegrierten Ausbildung „PiA“, angehende Kinderpflegerinnen und -pfleger, Studierende sowie Jugendliche im Schulpraktikum begleiten den Alltag in den 23 Kitas der Johanniter im Regionalverband Rhein.-/Oberberg und werden dabei von deren Mitarbeitenden angeleitet.

Die Johanniter-Kitas als Ausbildungsort

„Die Kita ist damit ein praktischer Lernort für angehende Fachkräfte, der ihre Sicht auf den späteren Beruf prägt“, sagt Birgit Kleese, Kita-Fachbereichsleiterin bei den Johannitern. Das Selbstverständnis der Johanniter-Kitas als Ausbildungsort werde daher gestärkt und das qualifizierte Begleiten der Auszubildenden und Praktikanten konzeptionell verankert: Im Johanniter-Regionalverband Rhein.-/Oberberg haben dafür jetzt 20 pädagogische Fachkräfte an einer Weiterbildung des Forschungs- und Entwicklungsinstitut „PädQUIS“ mit Sitz in Berlin teilgenommen und zu deren Abschluss ihre Zertifikate erhalten.

Die Fortbildung „Qualifizierte Praxisanleitung“ unter Leitung von PädQUIS-Referentin Martina Lampertz fand an fünf Tagen in der Johanniter-Geschäftsstelle in Wiehl statt. Wie ist das, wenn ich als Neuling in ein bestehendes Team hinzukomme? Wie stärke ich das Selbstbewusstsein der Auszubildenden, und wie spreche ich Praktikanten auf ihre Stärken und Schwächen an? Solche Fragen wurden während der Fortbildung unter anderem bei Rollenspielen beantwortet.

Das eigene Rollenverständnis und ein Themenkoffer

Weitere Inhalte waren das Planen, Durchführen und Dokumentieren von Anleitungsprozessen, die professionelle Gesprächsführung und das eigene Rollenverständnis. „Außerdem wurden unsere Fachkräfte für die Kooperation mit den Schulen und Universitäten gestärkt, denn eine gute Verzahnung beider Lernorte trägt zur Qualität der Ausbildung bei“, sagt Birgit Kleese.

Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren tragen die Teilnehmenden nun die qualifizierte Praxisbegleitung in die Kitas. Für die Arbeit vor Ort gibt es dafür außerdem einen Themenkoffer mit Büchern, Checklisten oder Karten. Die Qualität der Ausbildung in unseren Kitas wirke auch dem Fachkräftemangel entgegen, da waren sich die Teilnehmenden beim Seminar in Wiehl einig: „Bei uns erfahren die Begleiteten eine hohe Qualität der Arbeit, sie erleben Partizipation und eine kindorientierte Pädagogik.“

Fachbereichsleitung Kitas Birgit Kleese

Ohlerhammer 14
51674 Wiehl