„Sofort ein eingespieltes Team“

Dortmund, 22. Juni 2019

Ehrenamt beim Kirchentag

„Wir Johanniter kennen uns von vielen überregionalen Veranstaltungen, jetzt treffen wir uns beim Kirchentag wieder und wirken sofort Hand in Hand in einem eingespielten Team“, sagt Zugführer Andreas Meitzner. Der Notfallsanitäter aus Lindlar ist einer von zehn Johanniterinnen und Johanniter aus dem Regionalverband (RV) Rhein.-/Oberberg, die beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund ehrenamtlich mithelfen. Insgesamt sind 1000 Ehrenamtliche der Hilfsorganisation aus ganz Deutschland im Dienst: Sie wirken beim Fahrdienst, beim Rettungsdienst, bei der Kinderbetreuung und beim Sanitätswachdienst mit.

Lotsen an Bord

„Wir haben zum Glück keine schwerwiegenden Einsätze, meist sind Menschen mit Kreislaufproblemen oder mit leichteren Verletzungen zu versorgen", berichtet Meitzner aus Dortmund. Und die werden dann von ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen bei Bedarf ins nächste Krankenhaus gefahren. „Bei jeder Fahrt haben wir als Lotsen einen Johanniter aus Dortmund an Bord, der alle Wege und Straßensperrungen kennt und uns auch mal Schleichwege zeigen kann", erklärt Meitzner.

Vorstand beim Fahrdienst

Bereits am dritten Tag waren insgesamt 600 Menschen kostenfrei von den Johannitern beim Kirchentag gefahren worden. Einer der Fahrer war Regionalvorstand Steffen Lengsfeld, der Menschen mit Mobilitätseinschränkung zu ihren Wunschorten gebracht hat. Er fand es schön, mal nicht am Schreibtisch zu sitzen, sondern den Menschen auch ganz tatkräftig zur Seite zu stehen. „Es gab tolle Begegnungen und viele gute Gespräche", sagt er.

Mit ihm im Dienst war René Simon, Fachbereichsleiter Einsatz- und Rettungsdienste der Johanniter im Regionalverband Rhein.-/Oberberg. Erster Fahrgast der beiden ist Birgit Weyand aus Eschweiler gewesen, die von ihrer Unterkunft in einer Schule in die Innenstadt gefahren wurde. „Gleich höre ich mir hier einen Vortrag über die Trauerbegleitung an", erzählte sie.

Selbstverständliche Inklusion

Anschließend wurde eine Gruppe Teilnehmender der Kreuznacher Diakonie aus Bad Kreuznach an ihrer Unterkunft etwa zehn Kilometer außerhalb des Stadtzentrums abgeholt. Mit ihren jungen Begleiterinnen und Begleitern sowie drei Rollstühlen wurden die drei Bewohner der Kreuznacher Diakonie zum „Markt der Möglichkeiten" an der Westfalenhalle gefahren. Und alle fanden es toll, dass Menschen mit Behinderung auch dank dem Einsatz der Johanniter ganz selbstverständlich an dieser evangelischen Großveranstaltung teilnehmen können.