Trösten gehört zur Ersten Hilfe

Waldbröl, 02. August 2019

Celine und David leisten Schulsanitätsdienst am Waldbröler Hollenberg-Gymnasium. Die Lehrkräfte Vanessa Klöckner und Hans Wilhelm Schmitz unterstützen sie.

Der Schulsanitätsdienst am Hollenberg-Gymnasium

Trösten und Beistand leisten gehört zur Ersten Hilfe, das weiß Schülerin Celine Spenst vom Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl: Als sich jetzt ein Kind beim Sportfest zum Abschluss des Schuljahrs an der Hand verletzte, hat die Neuntklässlerin nicht nur die Wunde fachgerecht versorgt, sie hat auch den Krankenwagen gerufen und das Kind bis zu dessen Eintreffen fürsorglich betreut.

Celine Spenst gehört zu den 14 Schülerinnen und Schüler, die im vergangenen Schuljahr von den Johannitern für den Schulsanitätsdienst (SSD) am Hollenberg-Gymnasium ausgebildet worden sind. Sie alle haben dabei viel über Anatomie und Wundversorgung, über den Ablauf der Notfallkette und eben auch über das Trösten gelernt.

Verantwortung übernehmen

„Mir ist es wichtig, dass die Jugendlichen beim Schulsanitätsdienst medizinische Kompetenzen erwerben und gleichzeitig ihre sozialen Kompetenzen einbringen und erweitern“, sagt Schulleiter Frank Bohlscheid. Er sei froh, dass die Schule jetzt erstmals solch einen Dienst eingerichtet habe: „Die Schülerinnen und Schüler lernen ganz unmittelbar Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.“

Und das ist auch den Jugendlichen wichtig: „Ich mache beim SSD mit, weil ich mich gerne sozial engagiere“, erklärt der Neuntklässler David Kuß. Der Jugendliche ist daher auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth ehrenamtlich engagiert.

Wissen, wie man beim Notfall hilft

„Nicht nur in der Schule, sondern auch in der Freizeit, bei einem Konzert oder Einkaufsbummel wissen die ausgebildeten Schulsanitäter bei Verletzungen, welche Hilfe zu leisten ist“, unterstreicht Jugendkoordinatorin Nadine Spiegel, die bei den Johannitern im Regionalverband Rhein.-/Oberberg für den Schulsanitätsdienst zuständig ist. Ob Pflaster oder Verband, ob Ruheraum oder Rettungswagen – dank ihrer Ausbildung könnten die jungen Menschen bei einem Notfall die richtige Entscheidung treffen.

Bereits einige Einsätze gemeistert

Die Lehrkräfte Vanessa Klöckner und Hans Wilhelm Schmitz unterstützen die wöchentlichen Treffen der SSD-Gruppe am Hollenberg-Gymnasium in Waldbröl. Im vergangenen Jahr habe es im Schulalltag bereits einige Einsätze aufgrund von Bauchschmerzen oder Schürfwunden gegeben, berichtet Celine Spenst, die das SSD-Team leitet. Und für später hat die Schülerin auch bereits Pläne: „Nach der Schule möchte ich gerne weiterhin Menschen betreuen und ihnen helfen, daher kann ich mir vorstellen, beim Rettungsdienst zu arbeiten.“

Die Johanniter unterstützen derzeit neben dem SSD am Waldbröler Hollenberg-Gymnasium die Dienste der Johannes-Gutenberg-Realschule in Bergisch Gladbach-Bensberg, der Gemeinschaftshauptschule in Lindlar und der Freien-Christlichen-Bekenntnisschule in Gummersbach. Interessierte an einem Schulsanitätsdienst mit den Johannitern können sich bei Jugendkoordinatorin Nadine Spiegel melden unter nadine.spiegel@johanniter.deoder Tel. 02262 7626-37

Ihr Ansprechpartner Nadine Spiegel

Ohlerhammer 14
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