Tag der offenen Tür für Freunde und Förderer

Gelsenkirchen, 23. September 2013

Seit 50 Jahren stehen die Johanniter in Gelsenkirchen den Menschen zur Seite, ein guter Grund die neue Dienststelle offiziell einzuweihen und dieses Jubiläum mit einem „Tag der offenen Tür“ zu feiern.

Im Jahr 1963 als Konrad Adenauer noch Bundeskanzler war und John F. Kennedy seine berühmte Rede in Berlin hielt, gründete sich der Ortsverband in Gelsenkirchen. Armbinden und Helfertaschen waren damals die einzigen Utensilien, die die Johanniter zur Verfügung hatten. „Vor 50 Jahren hatte der Johanniter noch alles am Mann und die Materialien in der guten Stube stehen, solche Räumlichkeiten wie heute, gab es damals nicht“, berichtet Hans von Tiesenhausen (Johanniter Landesvorstand).

Vor einem halben Jahrhundert, hatte der an der kaufmännischen Berufsfachschule tätige Pfarrer Karl-August Hahne bei verschiedenen Jugendgruppen die Johanniter vorgestellt – Johanniter aus Essen unterstützten ihn dabei. Hahne gelang es, einige Interessierte zur aktiven Mitarbeit in der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) zu bewegen, und wurde schließlich Ortsbeauftragter.


Zu den ersten Aktivitäten der frisch aus der Taufe gehobenen Gruppen gehörten Verbände üben und auf Fußballplätzen Schürfwunden oder Sonnenstiche zu behandeln. Heinz Pfaff Mitglied der ersten Stunde erinnert sich: „Wir haben Verbände geübt und dann jeden Sonntag beim Fußballverein in Ückendorf unseren Einsatz gehabt. Einmal im Monat haben wir uns im evangelischen Gemeindezentrum in der Altstadt getroffen, später hatten wir ein Ladenlokal mit Nebenzimmer in der Neustadt, dort haben wir jeden Samstag Erste Hilfe Kurse durchgeführt dies haben wir dann auch in den Schulen angeboten.“


Als 1990 das Johanniter-Stift in Gelsenkirchen seine Tore öffnete, verlegten die Johanniter den Sitz ihres Kreisverbandes in das Gebäude des Johanniter-Stifts. Fünfzehn Jahre später bezogen die Johanniter Räumlichkeiten am Gelsenkirchener Nordring, um dann im Jahr 2012 alle haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter gemeinschaftlich an der Emscherstr. 14 unterzubringen.
Mit „Nonstop-Programm“ boten die Johanniter Gelegenheit, sich über die vor Ort geleistete Arbeit zu informieren. Wer mochte, konnte die Rettungsfahrzeuge besichtigen und bekam Informationen über die wichtige Arbeit der Einsatzeinheit, die im Katastrophenfall zum Einsatz kommt. Darüber hinaus wurde der Hausnotruf getestet, der Menüservice probiert und der Blutdruck und Blutzucker gemessen.


Den Kleinsten versüßten Kinderschminken, ein Süßigkeiten-Katapult und die Johanniter-Hüpfburg den Tag. Ein besonderes Highlight war aber eindeutig der Graffiti-Workshop, bei dem die Kleinen, nach einer kurzen Einweisung von Johanniter-Kundenberater René Breuing, ein Bild für sich sprayen durften.