Ehrenamtlich als Regionalpfarrer aktiv

Bad Waldsee, 15. September 2019

Wolfgang Bertl

  • Alter: 58
  • Verband: Regionalverband Oberschwaben/Bodensee
  • Tätigkeitsbereich & Funktion: Regionalpfarrer
  • Dabei seit: 2015

So bin ich zu den Johannitern gekommen:
Die Geschäftsstelle hat beim Dekanatamt angefragt, wer von den Pfarrern und Pfarrerinnen die Aufgabe des „Johanniterpfarrers“ übernehmen möchte. Da meine Frau schon seit einiger Zeit als Koordinatorin der ambulanten Hospizarbeit tätig ist, waren mir die Johanniter und ihre Arbeit nicht unbekannt. Deshalb habe ich gerne ja gesagt.

Meine Aufgaben im Bereich „Regionalpfarrer“ sind:
Gottesdienste bei Einweihungen, Zeltlagern der Johanniter-Jugend und sonstigen Anlässen, Andachten bei Weihnachtsfeiern, Mitgliederversammlungen etc. Zudem bin ich Ansprechpartner, wenn es um das evangelische Profil der Johanniter geht, beispielsweise in den Kindertagesstätten. Außerdem bin ich gewissermaßen eine Schnittstelle zwischen der evangelischen Landeskirche und den Johannitern vor Ort, bringe Kolleginnen und Kollegen in Kontakt mit den Dienststellen und den Ehrenamtlichen - vor allem im Bereich der Johanniter-Jugend. Ein weiteres Anliegen ist mir eine enge Kooperation von Diakonischem Werk vor Ort und der Geschäftsstelle. Und überhaupt: in gewisser Weise Öffentlichkeitsarbeit. In meiner Eigenschaft als Pfarrer habe ich mit vielen Menschen in verantwortlicher Position zu tun. Da gibt es immer wieder Gelegenheit, auf die Arbeit der Johanniter hinzuweisen.

Das Besondere am Ehrenamt im Bereich Regionalpfarrer ist für mich:
Einmal selbst „Ehrenamtlicher“ zu sein. Außerdem gibt es da auch ein „Wir“-Gefühl, das mich gerne mitarbeiten und mitdenken lässt. Ich mach es einfach gerne und bin hier auch ein Teil der Johanniter-Unfall-Hilfe. Und dann entdecke ich auch immer wieder Möglichkeiten, was wir alles zusammen machen können.

Mein wichtigstes Instrument/Werkzeug im Einsatz ist:
Meine Person und meine Überzeugung.

Ein Held ist für mich:
Mit Helden habe ich es nicht so. Ein Vorbild christlicher Nächstenliebe ist der „barmherzige Samariter“. Nur den sehen, der Hilfe braucht, ohne an das eigene Geld zu denken oder daran, dass da ja noch Räuber in der Nähe sein könnten.

Wenn ich nicht bei den Johannitern bin:
Bin ich mit Begeisterung Gemeindepfarrer in Bad Waldsee. Und wenn ich das auch einmal hinter mir lasse, dann freue ich mich auf die Familie, wühle gerne im Garten oder schwinge mich auf das Motorrad.

Mein schönster Moment bei den Johannitern war:
Fällt mir schwer, das zu gewichten. Zwischen zwei kann ich mich nicht entscheiden: Der Gottesdienst beim Zeltlager am Bodensee: die Kinder kamen auf mich zu, weil sie mein Motorrad gehört haben und sagten: „Schön, dass Du wieder da bist“. Oder bei einer Besprechung mit den Kita-Leiterinnen wurde ich gefragt: „Möchten Sie nicht den Prozess zum evangelischen Profil begleiten?“ Kann ich zwar nicht leisten, aber ich habe doch auch etwas auf den Weg gebracht.

Ich bin gerne bei den Johannitern, weil:
... ich da meistens mit aufgeschlossenen, neugierigen Menschen zu tun habe, die sich darüber hinaus auch noch engagieren.

Ich helfe Menschen, weil...
... es schlicht und ergreifend ein Auftrag Gottes ist, und eine Antwort auf das, was er uns geschenkt hat. Und wenn es gelingt, beglückt es mich jedes Mal.

Interessiert? Mehr zum Ehrenamt bei den Johannitern.

Ihr Ansprechpartner Sabine Zeller

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle
Eichwiesenring 9
70567 Stuttgart

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