Ein Anruf bei ... der Hauswirtschafterin Rebecca Schur

Stuttgart, 22. Juni 2020

Pflegebedürftige Menschen müssen auch während der Corona-Pandemie pflegerisch und hauswirtschaftlich versorgt werden – zugleich sind sie am meisten gefährdet, einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19 zu erleiden. Pflegekräfte und Hauswirtschaftskräfte sind derzeit oft ihre einzige direkte Verbindung zur Außenwelt. Wir haben mit Rebecca Schur gesprochen, wie sich die Corona-Pandemie auf ihren Arbeitsbereich auswirkt. Sie ist seit März 2020 in der Johanniter-Dienststelle in Tübingen als Hauswirtschafterin angestellt.

Frau Schur, wie hat sich Ihr Arbeitsalltag durch Corona verändert?

Da ich mitten in der Corona-Pandemie eingestellt worden bin, haben die Veränderungen schon in meiner ersten Woche angefangen: Beim Begrüßen gibt man sich nicht mehr die Hand, Kollegen und Kunden lächeln wir stattdessen freundlich an. Außerdem tragen wir einen Mund-Nasen-Schutz sowie Schutzhandschuhe. Als es mit den Pollen losging, war das für mich als Allergikerin ganz schön anstrengend mit der Maske, aber sie hilft eben dabei, uns gegenseitig vor einer Ansteckung zu schützen. Dass wir derzeit mit unseren Kunden keine Ausflüge bzw. Einkäufe gemeinsam machen können, finde ich sehr schade. Dieser persönliche Kontakt zu den Kunden fehlt mir schon sehr.

Es gibt derzeit ja viele Änderungen, beruflich, wie privat.  Beobachten Sie in Ihrem Arbeitsbereich auch positive Veränderungen?

Das kann ich leider nicht wirklich beurteilen, da mir die vorherige „Normalität“ in diesem unbekannt ist.

Wie gehen Sie persönlich mit der Corona-Pandemie um?

Gelassen. Ich versuche mich nicht verrückt machen zu lassen und halte mich an die Regelungen. Ich gehe nur zur Arbeit oder zum Einkaufen raus und mit Freunden und Familie skype ich viel.

Was ist Ihr „Mutmacher“ für die kommenden Tage und Wochen?

Gute Musik macht bei mir alles besser!

Wenn Sie nicht arbeiten müssen, womit beschäftigen Sie sich dann derzeit am liebsten?

Ich schaue viele Serien auf Netflix oder höre Musik. Das lenkt mich gut ab.

Das muss mal gesagt werden!

Wir werden diese Krise, die es so noch nicht gab, überstehen und am Ende noch stärker sein!

Vielen Dank für das Gespräch und bleiben Sie gesund!

Kostenlose, digitale Pflegekurse für die Pflege Zuhause

Auch Angehörige stellt die Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen; Betreuungsangebote fallen weg, viele müssen sogar von jetzt auf gleich selbst die Pflege in die Hand nehmen. Unter www.johanniter-pflegecoach.de bieten die Johanniter daher kostenlose Online-Pflegekurse an, um pflegende Angehörigen digital bei der Vorbereitung und Durchführung der Pflege zu Hause zu helfen. Die Kurse können jederzeit, ortsunabhängig und kostenfrei genutzt werden.

Sechs Themenbereiche stehen derzeit zur Verfügung:

  1. „Grundlagen der häuslichen Pflege“
  2. „Alzheimer und Demenz“
  3. „Wohnen und Pflege im Alter“
  4. „Rechtliche Vorsorge für den Ernstfall“
  5. „Quarantäne und Isolation"
  6. „Hygiene

Ihr Ansprechpartner Servicecenter Süd

Immenstädter Straße 51
87435 Kempten