Johanniter leisten medizinische Hilfe in Mosambik

Aalen/Deggingen , 07. Mai 2019

Zwei Helferteams der Johanniter waren im April in Mosambik, um in der vom Wirbelsturm Idai betroffenen Region medizinische Nothilfe zu leisten. In Summe waren es 23 ehrenamtliche Soforthelfer der Johanniter, darunter Ärzte, Notfallsanitäter bzw. Rettungsassistenten und Logistiker sowie ein Experte für psychosoziale Betreuung.

Markus Taglieber

Täglich behandelten sie etwa 50 Personen, rund die Hälfte davon waren Kinder. Die häufigsten Krankheitsbilder waren Malaria, obere Atemwegserkrankungen und Durchfallerkrankungen. Um weitere Cholerafälle oder sonstige Gesundheitsrisiken durch verschmutztes Wasser zu vermeiden, wurden Trinkwasserfilter verteilt. Markus Taglieber, ehrenamtlicher Soforthelfer der Johanniter aus Westhausen im Ostalbkreis war als Logistiker vor Ort. Im Hauptberuf ist er IT-Projektleiter. Er war bereits 2015 in Nepal im Einsatz nach dem Erdbeben und 2011 als Teil des Erkundungsteams während dem Libyenkrieg.

Philipp Lautner

„Es ist ein abwechslungsreicher Job mit Herausforderungen. Aber mit einem super Team schafft man es, Menschen direkt zu helfen. Das begeistert mich!“ Philipp Lautner aus Wendlingen unterstützte das zweite Team als Paramedic. „Für mich war dies mein erster Einsatz für die Johanniter-Auslandshilfe. Man weiß nicht was einen erwartet aber durch regelmäßige Übungen war ich gut vorbereitet.“ Hauptberuflich ist er Leiter der Johanniter Rettungswachen in Deggingen und Ellwangen. Die Johanniter schickten in den letzten Tagen außerdem überlebenswichtige Hilfsgüter im Gesamtumfang von 2,5 t in das Katastrophengebiet. Ein medizinisches Nothilfe-Kit stellt die basismedizinische Versorgung von bis zu 10.000 Patienten über drei Monate sicher. Darüber hinaus werden Medikamente zur Behandlung von Malaria und Cholera geliefert.

Ihr Ansprechpartner Sabine Zeller

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle
Eichwiesenring 9
70567 Stuttgart

Kartenansicht & Route berechnen