Feuerwehr und Johanniter üben gemeinsam

Mannheim, 25. August 2018

An einem heißen Sommertag bleiben im Mannheimer Luisenpark alle Gondoletta-Boote stehen. Achtzig Menschen sitzen auf dem Wasser fest, viele von ihnen klagen aufgrund der Hitze über Kreislaufbeschwerden: diesem anspruchsvollen Szenario stellten sich Führungskräfte der Johanniter, Berufsfeuerwehr und freiwilligen Feuerwehr in einer Übung der Führungsgruppen.

Während die Feuerwehrleute die technische Rettung der Menschen übernahmen, koordinierten die Ehrenamtlichen der Johanniter die medizinische Versorgung. Dazu wurden in zwei Unterabschnitten sogenannte Patientenablagen eingerichtet. Sie liefern eine Struktur, mit der auch eine große Zahl an Patienten in kurzer Zeit gesichtet, registriert, behandelt und abtransportiert werden kann. In Mannheim übernimmt diese Aufgabe die 1. Einsatzeinheit der Johanniter.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit von Feuerwehr und medizinischen Rettungskräften auf Führungsebene zu verbessern, indem beispielsweise eine gemeinsame Lagekarte geführt wurde. Um den Übungsaufwand gering zu halten, wurden alle Ereignisse simuliert und nach einem Drehbuch über Funk eingespielt.

Die Führungskräfte zogen ein positives Fazit der Übung: „Der Informationsfluss zwischen den Rettern hat sehr gut funktioniert“, zeigt sich Johannes Kattermann, Organisatorischer Leiter für den Rettungsdienst der Johanniter, zufrieden. Und ergänzt: „Für uns Organisatorische Leiter ist die Unterstützung durch unsere Führungsgruppe Gold wert, weil wir erstmal alleine an der Einsatzstelle stehen.“ Die Führungsgruppe der Johanniter in Mannheim wird durch Ehrenamtliche gestellt. Im Einsatz unterstützen sie die organisatorischen Leiter bei Kommunikation und Dokumentation.