850 Einsätze in sechs Monaten

Ludwigsburg, 02. Juli 2018

Seit Januar ist für die Bevölkerung in Ludwigsburg eine zusätzliche Rettungswache der Johanniter-Unfall-Hilfe in Betrieb. Aus der Austraße 40 starten ein Rettungswagen mit zwei Besatzungsmitgliedern an 365 Tagen im Jahr, werktags von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr sowie an Feiertagen und am Wochenende von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr. Markus Schwarzbauer, dortiger Standortleiter, zieht nach sechs Monaten Bilanz: Seit Inbetriebnahme fanden über 850 Einsätze in der Region statt. „Eine beachtenswerte Einsatzzahl. Sie zeigt wie notwendig die Erweiterung um dieses Rettungsmittel in Ludwigsburg war. Wir befinden uns hier in einem der größten Flächenlandkreise in Baden-Württemberg“, erläutert Schwarzbauer. „Im Vergleich zu Stuttgart haben wir an diesem Standort deutlich längere Einsatzzeiten. Unsere weitesten Einsätze gingen sogar bis nach Mundelsheim, Affalterbach und Backnang. Bei Einsätzen in angrenzenden Landkreisen spricht man im Rettungsdienst von Überlandhilfe. Eine gängige Methode. Unser Rettungsdienst wird von den Disponenten der Integrierten Leitstelle in Ludwigsburg angefordert, abhängig von einsatzfähigen Rettungsmitteln in der Umgebung.“

Rückblickend, berichtet Schwarzbauer, war die Inbetriebnahme der neuen Rettungswache zeitweise ein Kraftakt. „Jetzt sechs Monate danach, sind meine Kollegen und ich begeistert, was daraus entstanden ist. Noch kleinere Umbaumaßnahmen warten auf uns, aber im Großen und Ganzen ist mittlerweile alles an seinem Platz. Das Team ist eingespielt“, freut sich der 42-jährige. „Auch die Mitarbeiter berichten mir ihren positiven Eindruck.“ Das hänge auch mit dem neuen Rettungswagen zusammen, der seit ein paar Wochen auf dem Hof der Rettungswache steht. Offiziell übergeben wurde er durch den Regionalvorstand der Stuttgarter Johanniter, Yves-Patrick Wörner. „Der neue Rettungswagen ist mit einem elektrischen Trageeinzug ausgestattet, der rückenschonend für unsere Mitarbeiter ist. Zusätzlich führen wir einen Treppentragestuhl mit. Zur schonenden Evakuierung des Patienten und zur Gesundheitsprävention der Rettungskräfte“, erklärt der Experte, der bereits seit 19 Jahren in der Notfallrettung tätig ist.

Ausgerüstet ist das Fahrzeug zudem mit einem Beatmungsgerät, EKG, Defibrillator, Trauma-Rucksack sowie weiteren medizinischen Geräten, wie auch Medikamenten für die Notfallversorgung. Auch für einen potentiellen Kindernotfall ist das Rettungseinsatzfahrzeug voll ausgestattet. „Um unseren Rettungskräften noch mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu bieten, ist der Rettungswagen zusätzlich mit Seitenblitzern über der Stoßstange bestückt. Dadurch wird er noch besser im Straßenverkehr wahrgenommen.“ Das Gesamtpaket sowie der Umgang im Team stimme die Mitarbeiter positiv, und lasse sie gerne Einsätze in dieser Rettungswache fahren, freut sich der Standortleiter. „Darüber hinaus findet eine sehr gute Zusammenarbeit mit der Integrierten Leistelle wie auch mit Kollegen aus anderen Hilfsorganisationen und Krankenhäusern statt. Auch das führt dazu, dass unsere Rettungskräfte hier gerne fahren.“ Eine Herausforderung, vor dem dennoch die Notfalleinheit von Markus Schwarzbauer stehe, sei weitere Mitarbeiter für den Rettungsdienst zu finden. Auch hier in der Region suche er noch ausgebildete Notfallsanitäter oder Rettungsassistenten, schließt der Verantwortliche ab.

Das Team um Markus Schwarzbauer besteht aus Rettungsassistenten und Notfallsanitätern. Gemeinsam bringen sie bereits viel Erfahrung aus anderen Standorten wie Stuttgart, Wolpertshausen und Crailsheim mit. Dort betreiben die Johanniter seit mehreren Jahren mehrere Rettungswachen und Notarzt-Standorte. Die Erweiterung um die Rettungswache in Ludwigsburg wurde 2017 durch den Bereichsausschuss beschlossen. Zu diesem Ausschuss gehören die Hilfsorganisationen sowie die Vertreter der Krankenkassen.

Ihr Ansprechpartner Beatrice Weingart

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Regionalverband Stuttgart
Eschbacher Weg 5
73734 Esslingen