Wo kommt die Milch her?

Esslingen, 11. Juli 2018

20 Kinder, zwischen 3 und 6 Jahren, der Johanniter-Kindertagesstätte Forscherfüchse besuchten die Milchkühe auf dem Bauernhof von Familie Friesch in Esslingen-Sulzgries. Anlass waren die landesweiten Aktionstage zum EU-Schulprogramm zum Thema „Obst, Gemüse und Milch“. Im Aktionszeitraum vom 29.06 bis zum 06.07. stellten die teilnehmenden Kitas diese Themen in den Mittelpunkt ihres Alltags.

„Die Kinder waren total aufgeregt und voller Vorfreude“, beginnt Heike Thullen, Pädagogische Fachkraft in der Johanniter-Kita zu erzählen. „Schon auf dem Weg zum Bauernhof haben sie uns mit Fragen gelöchert.“ Beim ersten Zusammentreffen von Kindern und Milchkühen war deutlicher Respekt bei den kleinen Forscherfüchsen zu spüren. „Die Kinder staunten nicht schlecht, als wir die ersten Schritte in den Stall gingen“, so Thullen weiter. Die Kinder durften Kälbchen, werdende Mütter, Mutterkühe sowie Stiere hautnah erleben. Auf die Frage, woher die Milch komme, wussten alle Kinder die Antwort. Interessiert beobachteten die Kinder, wie die Kühe fressen, sich im Strohlager ausruhen und gemolken werden. „Ganz besonders war heute der Besuch des Melkbereichs. Hier konnten wir die Milchtanks und den Melkstand aus der Nähe begutachten. Wir konnten sogar eine Kuh beobachten, die durch den Melkautomat die Zitzen gereinigt bekommt und auch abgemolken wird“, fährt die Erzieherin fort. So folgten prompt die Fragen der kleinen Forscherfüchse: Was haben die Kühe für ein Halsband? Warum kommt Milch aus dem Euter? Warum gehen die Kühe alleine in den Melkstand? Tut das weh? Milchbauer Andreas Friesch nahm sich viel Zeit für die Antworten und führte nach dem Melken die Gruppe zum Frischmilchautomaten. Die Kinder waren begeistert, als sie die Milch aus dem Automaten in Flaschen füllen durften.

Teil zwei des Aktionstages begann am Nachmittag in der Kita. Heike Thullen zeigte den Kindern wie Joghurt hergestellt wird. „Insgesamt dauert die Zubereitung 18 Stunden“, erklärt Thullen. „Rohmilch auf über 90° erhitzen, herunterkühlen auf 40°, lebende Joghurtkulturen hinzugeben, in Joghurtbecher einfüllen und auf der Temperatur 12 Stunden halten. Ganz einfach“, freut sich die Erzieherin. Die Kinder durften selbst Joghurt zubereiten. Geduldig warteten sie auf den nächsten Tag, um zum täglichen Kita-Frühstück den selbstgemachten Joghurt zu verspeisen. „Eine tolle Aktion. So lernen schon unsere Kleinsten wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie sich geschmacklich unterscheiden. So schulen wir das Verständnis und den Umgang mit Nahrungsmitteln. Das beeinflusst langfristig die Ernährungsweise der Kinder und somit der zukünftigen Erwachsenen“, schließt Heike Thullen ab.

Ihr Ansprechpartner Beatrice Weingart

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Regionalverband Stuttgart
Eschbacher Weg 5
73734 Esslingen