Spiel, Spaß und Pflaster kleben

Reutlingen, 16. Juli 2018

Am 16. Juli fand auf dem Gelände der Pfullinger Hallen der zweite Mini-Wimpel der Johanniter-Jugend statt. Rund 50 Kinder und Jugendliche aus lokalen Schulen und 20 Helfer beteiligten sich beim Erste-Hilfe-Wettkampf. Gewonnen haben die Schulsanitätsdienste des Isolde-Kurz-Gymnasiums und der Minna-Specht Gemeinschaftsschule.

Der Mini-Wimpel ist eine Spezialität der Johanniter-Jugend aus Reutlingen. 2016 wurde er erstmals ins Leben gerufen und ist von seinem Konzept angelehnt an den Wimpelwettstreit, der in ganz Baden-Württemberg stattfindet. Der Mini-Wimpel fordert insbesondere die Kreativität und Teamfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. „Wir haben den Mini-Wimpel ins Leben gerufen, um die Schulsanitätsdienste, kurz SSD, hier in der Region zu vernetzen“, erklärt Manuel Eppler, Jugendgruppenleiter der Johanniter-Jugend in Reutlingen. „Die Schulsanitäter sollen sich untereinander kennenlernen, sich austauschen und zusammenarbeiten.“ Darüber hinaus solle die Veranstaltung auch ein kleines Dankeschön für die Kinder und Jugendlichen sein, so Eppler weiter, für das tägliche Engagement an den Schulen.

Teilnehmen können alle SSD, organisationsunabhängig, aus der Region Reutlingen. Dieses Jahr gingen fünf an den Start. „Wir möchten den Mini-Wimpel auch nutzen, um neuen Nachwuchs für unsere SSD zu finden. Oft wissen die Schüler nicht, dass es die Möglichkeit gibt sich in einem SSD ehrenamtlich zu engagieren“, erläutert Erina Scholze, ebenfalls Jugendgruppenleiterin in Reutlingen. Vor allem was ein Schulsanitäter genaue mache, sei häufig nicht bekannt, so Scholze weiter. Unterstützt wird der Mini-Wimpel vom Lokalen Bildungsnetzwerk (LoBiN) und dem Stadtjugendring in Reutlingen.

Insgesamt warteten 19 Stationen auf die diesjährigen Teilnehmer, zwischen neun und 17 Jahren. Darunter befanden sich Aufgaben zu den Bereichen Geschicklichkeit, Kognition und Teamarbeit, immer mit dem Zusatz Erste Hilfe. So wurde das Gedächtnis der Teilnehmer durch eine Station gefordert. Hier mussten sich die Teilnehmer Erste-Hilfe-Material merken und herausfinden was fehlt. Neben klassischen Fallbeispielen, in denen die Kinder Verletzungen wie Schürf- oder Schnittwunden fachmännisch verarzteten, wartete auch noch ein herausfordernder Trageparcours auf alle. Ein volles Wasserglas musste auf einer Rettungsdecke transportiert werden – natürlich ohne größere Wasserverluste. „Besonders spaßig war das Verbandaufwickeln auf Zeit. Ein Klassiker, der einfach immer Spaß bringt,“ weiß Manuel Eppler.

„Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung. Wir haben die Schwierigkeitsstufen je nach Alter angepasst. Jeder wurde gefordert, aber war nicht überfordert. Das war uns sehr wichtig“, berichtet Erina Scholze. „Aber vor allem stand der Spaß und Austausch im Vordergrund“, schließt Scholze ab. „Es ist äußerst wichtig, bereits in den jungen Jahren erste Grundsteine in der Ersten-Hilfe zu legen. So kann das Interesse an medizinischen Themen sowie an ehrenamtlichem Engagement gefördert und weiter ausgebaut werden“, so Dr. Hanjo Lorenz, Regionalarzt der Johanniter in Reutlingen, dem die Schulsanitäter besonders am Herzen liegen.

Du möchtest mehr über den Schulsanitätsdienst erfahren oder bei der Johanniter-Jugend in Reutlingen  mitmachen?

Jugendgruppenleiter Manuel Eppler steht für Fragen zur Verfügung: Manuel Eppler, manuel.eppler@johanniter.de. Die Jugendgruppe trifft sich jeden Mittwoch, 17:15 bis 19:15 Uhr (außer in den Schulferien), in Johanniter-Dienststelle Reutlingen, Bahnhofstr. 1/1, 72764 Reutlingen.

Ihr Ansprechpartner Beatrice Weingart

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
Regionalverband Stuttgart
Eschbacher Weg 5
73734 Esslingen