Erste-Hilfe-Olympiade der Johanniter

Stuttgart, 11. Juli 2016

Unter dem Motto " Lässt die Herzen höher schlagen" zeigten 21 Mannschaften mit rund 140 Teilnehmern ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse beim Landeswettkampf der Johanniter vom 8. bis 10. Juli in Stuttgart-Vaihingen.


An realistisch inszenierten Fallbeispielen mit täuschend echt geschminkten Mimen zeigten die Johanniter-Retter aus dem gesamten Landesverband Baden-Württemberg, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt. Im Mittelpunkt der Erste-Hilfe-Olympiade stand der Wettkampf. In vier Kategorien mussten - je nach Alter und Qualifikationsniveau - haupt- und ehrenamtliche Johanniter-Retter verschiedene medizinische Aufgaben lösen. Ehrenamtliche Schiedsrichter bewerteten die Teamleistung nach Punkten und kürten am Ende Siegergruppen, die im kommenden Jahr beim bundesweiten Johanniter-Bundeswettkampf in Koblenz ihr Können unter Beweis stellen dürfen.

Im Fanny-Leicht-Park stellten sich, bei herrlichem Sonnenschein am Samstag die Teilnehmer den praktischen Herausforderungen wie Trageparcours, Praxistest, der Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie die kleinsten Johanniter dem Kreativtest. Bei den Praxisaufgaben gab es für jede Kategorie individuell entwickelte Szenarien mit Verletzten. Eine Besonderheit in diesem Jahr war, dass die Szenarien so gewählt waren, dass die Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag der Johanniter und der Schulsanitätsdienste stammten. So galt es zum Beispiel zu einem Hausnotruf-Kunden zu fahren, dessen "Falldetektor" einen Notruf ausgelöst hatte. Im Krankentransport beginnt ein Patient zu krampfen, Verdacht auf einem epileptischen Anfall, im Johanniter-Menüdienst kommt es in einer der Schulmensen zu Verbrühungen durch heißes Wasser. Aber auch spektakuläre Unfälle, wie ein Kletterunfall oder ein vermisster Schüler bei einer Klassenfahrt verlangten den Helfern ein umfangreiches medizinisches Wissen ab.

 

In den verschiedenen Alterskategorien traten nicht nur hauptamtliche Rettungssanitäter, sondern auch ehrenamtliche Katastrophenschützer und sogar 9-jährige Ersthelfer von Morgen gegeneinander an. "Natürlich erwarten wir von den Grundschülern noch keine professionelle Herzdruckmassage - aber auch Kinder können prima helfen", erklärt Dr. Harald Genzwürker, Landesarzt der Johanniter. So werden in Johanniter-Kindertagesstätten und Jugendgruppen bereits Grundlagen der Ersten Hilfe und umsichtiges Verhalten trainiert. Wie wichtig beherztes Eingreifen bei einem Herzstillstand ist, macht Genzwürker deutlich. "Es könnten doppelt so viele Menschen in Lebensgefahr mit Herzstillstand gerettet werden, wenn sofort mit der Herzdruckmassage begonnen wird." Und einen ganz wichtigen Hinweis fügt er noch hinzu: "Man kann nichts falsch machen. Falsch wäre nur, nichts zu tun!".

Mit einem feierlichen Freiluftgottesdienst am Sonntag unter der Leitung von Pfarrerin Theresa Nieser wurde die, von den Teilnehmern aufgeregt erwartete, Siegerehrung eingeleitet. "Ein gelungener Landeswettkampf geht zu Ende und wir sind stolz auf unsere hervorragend ausgebildeten Johanniter, die im Notfall die Herzen wieder schlagen lassen", freut sich Dr. Harald Genzwürker, Landesarzt der Johanniter. Gewonnen haben in der Kategorie A die Mannschaft "SSD EVBS" aus Ostwürttemberg. In der Kategorie B die Mannschaft "SaniEbersbach" aus Ostwürttemberg. Der Sieg in der Kategorie C ging an die "Juniorretter" nach Oberschwaben/Bodensee und in der Kategorie S siegte die Mannschaft "OV-Freiburg". Insgesamt waren am Wochenende rund 250 Johanniter am Landeswettkampf beteiligt.

Weitere Informationen zum Landeswettkampf der Johanniter in Baden-Württemberg sowie Bilder gibt es unter: www.johanniter.de/laweka-bw.

Ihr Ansprechpartner Sabine Zeller

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle
Eichwiesenring 9
70567 Stuttgart