Erste-Hilfe-Olympiade der Johanniter

Stetten am kalten Markt, 11. Juni 2018

Rund 400 Johanniter trafen sich beim „Tag der Johanniter“ vom 8. bis 10. Juni in Stetten am kalten Markt. Auf dem gesamten Areal der Albkaserne konnten unter hervorragenden Bedingungen die insgesamt 18 Mannschaften ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse bei der integrierten Erste-Hilfe-Olympiade unter Beweis stellen. Mit einem feierlichen Gottesdienst, unter der Leitung von Dekan Sebastian Berghaus, Landespfarrer der Johanniter wurde der Wettkampf am Samstag eröffnet.

An realistisch inszenierten Fallbeispielen mit täuschend echt geschminkten Mimen zeigten die Johanniter-Retter aus dem gesamten Landesverband Baden-Württemberg, dass im Notfall jeder Handgriff sitzt. In vier Kategorien mussten - je nach Alter und Qualifikationsniveau - haupt- und ehrenamtliche Retter verschiedene medizinische Aufgaben lösen. Ehrenamtliche Schiedsrichter bewerteten die Teamleistung nach Punkten und kürten am Ende Siegergruppen, die im kommenden Jahr beim bundesweiten Johanniter-Bundeswettkampf in Berlin ihr Können unter Beweis stellen dürfen.

 

Auf dem weitläufigen Gelände der Albkaserne mit hervorragenden Übungsbedingungen stellten sich die Teilnehmer am Samstag den praktischen Herausforderungen wie Trageparcours, Praxistest, der Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie die kleinsten Johanniter dem Kreativtest. Bei den Praxisaufgaben gab es für jede Kategorie individuell entwickelte Szenarien mit Verletzten. So kamen die S-Mannschaften zu einer schwerverletzen Patientin, die nach einem spektakulären Hubschrauberabsturz, ihr „oskarreifes“ schauspielerisches  Können aufbot – perfekt geschminkt von den Schminkern der „Realistischen Unfalldarstellung“. Aber auch andere Unfälle, wie eine schwere Verbrennung durch einen Grillunfall, ein Fahrradsturz oder ein Allergieschock nach einem Bienenstich verlangten den Helfern ein umfangreiches medizinisches Wissen ab.

In den verschiedenen Alterskategorien traten nicht nur hauptamtliche Rettungssanitäter, sondern auch ehrenamtliche Katastrophenschützer und sogar 9-jährige Ersthelfer von Morgen gegeneinander an. "Natürlich erwarten wir von den Grundschülern noch keine professionelle Herzdruckmassage - aber auch Kinder können prima helfen", erklärt Thorsten Lukaschewski, Landesarzt der Johanniter. So werden in Johanniter-Kindertagesstätten und Jugendgruppen bereits Grundlagen der Ersten Hilfe und umsichtiges Verhalten trainiert. Wie wichtig beherztes Eingreifen bei einem Herzstillstand ist, macht Lukazewschki deutlich. „So hat Deutschland bei der Wiederbelebung durch Laien im Europavergleich Nachholbedarf. So könnten doppelt so viele Menschen in Lebensgefahr mit Herzstillstand gerettet werden, wenn auch Laien sofort mit der Herzdruckmassage beginnen würden.“ Und einen ganz wichtigen Hinweis fügt er noch hinzu: „Hilfe im Notfall ist kinderleicht – es gibt keine Fehler!“

Unter großem Jubel fand am Samstagabend die Siegerehrung der Mannschaften durch Thomas Hanisch, Landesvorstand der Johanniter statt. Gewonnen haben in der Kategorie A die Mannschaft „Team des Jahres“ aus Ostwürttemberg. In der Kategorie B die Mannschaft „Gute Laune“ aus Württemberg Mitte. Der Sieg in der Kategorie C ging an die „EH Gang“ nach Baden und in der Kategorie S siegte die Mannschaft aus Mannheim. Die Sieger erhielten Pokale, einen Mannschaftspreis und sind für den Bundeswettkampf 2019 in Berlin qualifiziert.
Wir freuen uns über einen gelungenen Tag der Johanniter, sagte Landesvorstand Thomas Hanisch. „Unser besonderer Dank gilt dem Team der Albkaserne, insbesondere Hauptmann Michael Behmann, der ein hervorragender Gastgeber war. Vielen Dank für die tolle Unterstützung.“

Weitere Informationen zum Johanniter-Landeswettkampf finden Sie unter: www.johanniter.de/laweka-bw und www.facebook.com/juh.bw  

 

(Alle Bilder: Johanniter/Sabine Zeller)

Ihr Ansprechpartner Sabine Zeller

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Landesverband Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle
Eichwiesenring 9
70567 Stuttgart

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