Schulsanitäter-Arzt

Speyer, 11. September 2019

Was gibt es schöneres, als das Hobby zum Beruf zu machen. Genau diesen Weg schlug Benedikt, Mitglied im Johanniter-Ortsverband Speyer ein und zeigt damit Eindrucksvoll, wie man mit Engagement, Motivation und Spaß an der Sache seine Träume im Leben verwirklichen kann. Am Freitag wurde Benedikt im Rahmen einer kleinen Feierstunde von Helferinnen und Helfern seines Ortsverbandes für seine Leistungen geehrt und verabschiedet, da er zukünftig in Aachen sein Medizinstudium aufnehmen wird. Benedikt, gerne würden wir dir ein paar Fragen stellen:

Was hat damals dein Interesse geweckt, dich überhaupt als Sanitäter ausbilden zu lassen?

B: Mit ca. 13 Jahren, habe ich beschlossen einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen zu wollen. Der Grund dafür war, dass ich mal während eines Familienurlaubs in der Schweiz einen schweren Fahrradsturz miterlebt hatte und es ziemlich doof fand, nicht zu wissen, wie man da helfen kann.
Der Grund warum ich den Kurs bei den Johannitern gemacht habe dürfte allein daran liegen, dass in der Schule ein Plakat vom Schulsanitätsdienst hang.

Vom Schulsanitäter zum Notfallsanitäter. Wie geht sowas?

B: Am Wochenende nach dem Erste-Hilfe Kurs war ein Schulsanitätsdienst-Kurs. Den habe ich dann gleich mitgemacht, hat sich ja irgendwie angeboten.
Zum nächsten Sanitätshelfer-Kurs wurde ich anschließend auch eingeladen, nachdem ich regelmäßig bei den Helferabenden teilgenommen habe. Vorm Abi dann mit dem Rettungssanitäter begonnen, samstags Abiball, montags Rettungssanitäter-Praktikum auf der Intensivstation. 
Im Anschluss ein Freiwilliges-Soziales-Jahr in der Breitenausbildung und glücklicherweise danach die Zusage für die Notfallsanitäter-Ausbildung.


Du hinterlässt in deinem Ortsverband erstmal eine große Lücke. Was sind die schönsten Momente auf die Du zurückblicken kannst?
B: Ich denke da zum Beispiel an die Landes- und Bundeswettkämpfe. Aber auch deren Vorbereitung, große Sanitätsdienste oder nur das gemütliche Zusammensitzen nach einem Helferabend werde ich in angenehmer Erinnerung behalten.

Gibt es was, dass du jüngeren Kollegen und Schulsanitäter aufgrund deiner Erfahrung mit an die Hand geben kannst?
B: Grad am Anfang überschätzt man sich gerne mal. Das „geerdet werden“ macht keinen Spaß, wenn man danach aber dranbleibt, hat man schon viel gelernt.

Wenn man sich früh für den medizinischen Bereich interessiert, kann ich Praktika sehr empfehlen. Einfach mal die großen Krankenhäuser anschreiben. Da kann man dann zum Beispiel kontrollieren, ob’s wirklich das Passende ist. Für mich waren es prägende Erfahrungen.
 
Wenn es zwischendurch mal ein paar Dämpfer gibt, macht das nichts, dadurch bleibt‘s spannend.

Und natürlich soll’s Spaß machen. Zusammen mit all den anderen im Ehrenamt wird’s aber eigentlich nie langweilig.

Wir danken Dir für deine jahrelange gute Zusammenarbeit und wünschen Dir alles erdenklich Gute für die Zukunft!

Ihr Ansprechpartner Frank Peters

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Bergstraße-Pfalz
Karolingerstr. 2
67346 Speyer