Tag der Pflege: „Pflege ist eine große Aufgabe“

Semih Ayranci - Viernheim, 16. Mai 2019

Viernheim Anlässlich des Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai rücken die Johanniter die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten Pflege in den Mittelpunkt. Jährlich wird der Tag der Pflege am 12. Mai begangen, am Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege Florence Nightingale. In diesem Jahr bedanken sich die Johanniter bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ambulanten Pflege bei einem gemeinsamen Essen. "Wir wollten diesen Tag nutzen, um das große Engagement unserer Pflegerinnen und Pfleger zu würdigen, die in unseren ambulanten Pflegediensten tätig sind. Ihr seid so wichtig! Und werdet in Zukunft immer wichtiger..." sagt Julia Ludwig, Pflegedienstleitung der Johanniter.

Trotz eines Anstiegs der Geburtenziffer in Deutschland wird in jedem Fall die hiesige Bevölkerung zukünftig deutlich älter sein. Die Folge: Immer mehr Menschen sind pflegebedürftig und der Bedarf an Pflegepersonal steigt. Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Sozialstationen in Viernheim und Lorsch. Sie machen ihre Arbeit mit viel Engagement und Wertschätzung gegenüber den Pflegebedürftigen. Das sind Menschen, die in der Pflege benötigt werden.

Angesichts der seit Jahren steigenden Lebenserwartung nimmt die Pflege zu Hause einen immer wichtigeren Stellenwert in der Gesellschaft ein. Im Dezember 2017 lag laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland bereits bei mehr als 3,41 Millionen; gut drei Viertel von ihnen, 2,59 Millionen Menschen, werden von ihrer Familie gepflegt. Auch bei der Pflegedauer schlägt sich nieder, dass wir immer älter werden: Dank der verbesserten Gesundheitsversorgung Hochbetagter hält die Ausnahmesituation für Familien heutzutage oft über viele Jahre an. 81 % der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel war mindestens 85 Jahre alt.

Diese Statistik macht deutlich, dass eine gute Vernetzung von Angehörigen und einem ambulanten Pflegedienst in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Durch die Personalsituation in der ambulanten Pflege, kann eine ausreichende Versorgung der Pflegebedürftigen im häuslichen Bereich nur erfolgen, wenn Angehörige bereit sind die Pflege zu Hause mitzugestalten. Leider können wir die steigenden Anfragen zur Hilfe in der häuslichen Pflege nicht immer stemmen. Wir sind seit Jahren erfolglos auf der Suche nach geeignetem Personal. Gerade aus dem Grund sind wir dankbar, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese schwierige Situation schon so lange mittragen. "Dafür möchte auch ich nochmal ein großes Dankeschön aussprechen!", sagt Andrea Winkler, langjährige Leitung der Sozialen Dienste der Johanniter.