Wenn der Notfall plötzlich klingelt

Speyer, 27. August 2019

Qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte gehören zu den Kernpunkten der Johanniter in Speyer, Haßloch und Landau. Nach der Grundausbildung zum Sanitätshelfer ermöglichen wir jedem Helfer sein Wissen, Können und seine praktische Fähigkeiten im medizinischen Handeln weiter zu festigen. Hierzu gehört z.B. auch ein angeleitetes Praktikum im Rettungsdienst. 

Christian ist Schulsanitäter und Sanitätshelfer im Ortsverband Speyer und hatte am Samstag seinen ersten realen Rettungsdiensteinsatz auf der Rettungswache in Ludwigshafen. Angeleitet wurde er durch Frank, ebenfalls ehrenamtlicher Notfallsanitäters und Praxisanleiter des Ortsverbandes Speyer.  

Christian, gerne würden wir uns mit dir über deine Erlebnisse unterhalten: 

- Wie hast du dich auf die Schicht vorbereitet?
C: Ich bin nochmal alle meine Notizen von meinem Sanitätshelfer-Lehrgang durchgegangen und nochmal alles wichtige wiederholt. Dazu gehörte z.B. die Anamnese, der Umgang mit der Sauerstoffflasche, die Reanimation und die Vitalzeichenkontrolle. Außerdem habe ich alles wichtige zum Thema Funken mir angeschaut, insbesondere die verschiedenen Statusmeldungen.  

- Was waren deine Aufgaben?
C: Ich durfte das EKG bzw. den Rucksack mitnehmen und bei den Patienten die Messung der Vitalzeichen durchführen. Ich habe geholfen die Patienten auf die Trage und später im Krankenhaus in ein Bett umzulagern. Nach den Einsätzen habe ich die Trage desinfiziert. Primär war es meine Aufgabe auch zu zuschauen und zu lernen.

- Gab es eine bestimmte Situation oder einen bestimmten Moment, der dir noch im Kopf geblieben ist?
C: Ja den gab es tatsächlich. Wobei mir eigentlich die Schicht im Gesamten sehr gut gefallen hat, fand ich gerade die Anfahrten zum Patienten mit Blaulicht und Sondersignal sehr cool.
Andererseits gab es auch den einen Moment, bei dem wir zu einer Patientin gekommen sind und schon im Eingang die Wehklagen gehört haben.
Da hatte ich viel Mitleid mit der Patientin.

- Was macht für dich die Arbeit im Rettungsdienst so spannend?
C: Dass man nie weiß was kommt, bevor man ankommt. Klar hat man einen Melder, der dir schon ungefähr sagt was los ist. Jedoch weißt du es erst zu 100%, wenn du beim Patienten bist und dir selbst ein Bild davon machen konntest. So ist jeder Einsatz immer sehr spannend.

- Könntest du dir eine Ausbildung in diesem Bereich vorstellen?
C: Vielleicht. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, aber ob ich mir das als Beruf vorstellen könnte? Das weiß ich noch nicht. Ich würde aber in der Zukunft gerne nochmal mitmachen und vielleicht werde ich dann wissen, ob das was für mich wäre.

Hast auch Du, so wie Christian, Interesse dein Wissen und Können im Bereich Erste-Hilfe und Sanitätsdienst auszubauen und in einem starken Team in Speyer, Haßloch oder Landau mitzuarbeiten? Dann komme zu unseren Helferabenden. Wir freuen uns auf Dich!

Ihr Ansprechpartner Robert Tiesler

Karolingerstraße 2-4
67346 Speyer