Johanniter betreuen Quartiersbüro im Freigerichtviertel

Hanau, 07. Juni 2018

Johanniter betreuen Quartiersbüro im Freigerichtviertel

„Wir kümmern uns!“ So lautet der Slogan für das neue Quartiersbüro im Hanauer Freigerichtviertel, dass der Regionalverband Hanau & Main-Kinzig der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) im Auftrag der Stadt Hanau betreut. Die neue Anlaufstelle für Bürger aus dem Viertel ist von Hanaus Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und dem JUH-Projektkoordinator Dr. Benjamin Bieber jetzt in der Freigerichtstraße 67 offiziell eröffnet worden. Für die Johanniter hat das Projekt, das auf drei Jahre angelegt ist, Pioniercharakter, denn Quartiersmanagement wird in Hanau zum Mal im Landesverband Hessen-Rheinland-Pfalz-Saarland angeboten.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir bei der Ausschreibung der Stadt Hanau den Zuschlag bekommen haben und die Verantwortlichen von unserem Konzept überzeugen konnten“, so Regionalvorstand Sven Holzschuh. Die offizielle Eröffnungsfeier machte jedenfalls schon mal Lust auf mehr: Zahlreiche Bewohner aus den umliegenden Straßen ließen sich von dem bunten Programm, das die Johanniter auf die Beine gestellt hatten, anlocken. Musik, Verpflegung aus der Feldküche, Hüpfburgen und Kinderprogramm – selbst ein kurzer Regenschauer konnte die gute Stimmung nicht trüben.

Das rund 33 Hektar große Freigerichtviertel ist in das Förderprogramm Soziale Stadt aufgenommen worden. Die Stadt Hanau hat sich vorgenommen, das soziale und kulturelle Leben in dem von einem hohen Migrantenanteil geprägten Quartier zu stärken und die Anwohner in die Neugestaltung ihres Lebensumfelds einzubinden. Projektkoordinator Bieber beschrieb das Quartiersbüro bei der Eröffnung als „Knoten, um Bürgeranliegen zu kanalisieren". Die beiden JUH-Mitarbeiter Denis Gado und Gülhan Bilici kümmern sich in den neugestalteten Räumen um die Wünsche, die ihnen vorgetragen werden.

Gado geht zugleich bei Gängen durch das Viertel auf die Menschen zu und erkundigt sich nach Verbesserungsvorschlägen. Er will das bestehende Netzwerk aus Institutionen, Schule, Kindertagesstätten und Vereinen nutzen, um das Freigerichtviertel sozial und städtebaulich voranzubringen. Es gehe darum „eine glaubhafte Kümmerkultur zu zeigen", sagt er. Das Quartiersbüro will ehrenamtliches Wirken im Stadtteil beratend unterstützen und beim Einrichten von Selbsthilfegruppen und Nachbarschaftsinitiativen helfen. Es arbeitet in der bestehenden Projektgruppe Freigerichtviertel mit, die sich aus städtischen Akteuren zusammensetzt.

Das Freigerichtviertel ist seit 2014 in das Förderprogramm „Soziale Stadt" von Bund und Land Hessen aufgenommen. Es folgte eine nach den Worten des Bürgermeisters „lange Vorbereitungszeit", ehe 2017 die Stadtverordneten das Stadtteilbüro mit Quartiersmanagement beschlossen und die Suche nach geeigneten Räumen dafür begann. Im März 2018 erteilte der Magistrat der Stadt Hanau nach einer Ausschreibung den Johannitern den Zuschlag für das Quartiersmanagement.

Die von der Stadt Hanau ausgegebenen Ziele sind die Verbesserung des sozialen und kulturellen Lebens sowie der Wohn- und Lebensbedingungen, der Auf- und Ausbau von Netzwerken sowie die Aktivierung der Bewohnerschaft. Im Freigerichtviertel leben rund 3500 Menschen – in unmittelbarer Nähe zu den großen Hanauer Unternehmen Dunlop, Heraeus und Vacuumschmelze.

Das Quartiersbüro ist montags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet, dienstags von 16 bis 19 Uhr und donnerstags von 8.30 bis 11.30 Uhr. Es ist zu erreichen unter der Telefonnummer 06181-9884834 oder per E-Mail unter quartier@freigerichtviertel.de