Johanniter feiern Grundsteinlegung zum Bau ihrer neuen Rettungswache in Nieder-Ohmen

Nieder-Ohmen (Mücke), 23. August 2019

Nieder-Ohmen Nachdem die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) im Regionalverband Mittelhessen zum Startschuss 1. Oktober 2018 erstmals die rettungsdienstliche Beauftragung im Vogelsbergkreis, zunächst für die Dauer der kommenden acht Jahre, erteilt bekam, liefen die Planungen auf Hochtouren. Es galt für einen Notarztstandort in Grebenhain, Ortsteil Ilbeshausen-Hochwaldhausen bzw. eine neue Rettungswache in Mücke, Ortsteil Nieder-Ohmen geeignete Übergangs-Räumlichkeiten bzw. neue Liegenschaften zu finden. Beides gelang erfreulicherweise schnell, und das erste Bauvorhaben konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden: Im Mai wurde der neue Notarztstandort bezogen.

Nun, nach monatelanger intensiver Planungsphase und erteilter Baugenehmigung, startete Anfang Juli auch das zweite Bauvorhaben: der Neubau der Rettungswache in Nieder-Ohmen. Am Freitag freuten sich die Johanniter vom Regionalverband Mittelhessen, das Voranschreiten der Bauarbeiten für den Neubau festlich mit einer symbolischen Grundsteinlegung zu begehen.

Gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Rettungsdienst – darunter Landrat Manfred Görig, Bürgermeister der Gemeinde Mücke, Andreas Sommer, Ortsvorstand Jörg Matthias, Helmut Reitz, Vorsitzender des DRK Ortsvereins Nieder-Ohmen sowie weitere Gäste aus Politik und Rettungsdienst – ließ man am Ort des Geschehens, auf dem Grundstück in der Kirschgartener Straße, Ecke Industriestraße, wo bald die neue Rettungswache entsteht, eine „Zeitkapsel“ in die Erde ein. Sollte diese jemals wieder ausgegraben werden, so findet sich darin ein spontan vor Ort gemachtes Foto der symbolischen Grundsteinlegung mit ihren Zeitzeugen.

„Dieses Foto, das wir gerade in die Zeitkapsel gegeben haben, ist sichtbarer Beweis unserer guten Zusammenarbeit“, betonte Landrat Manfred Görig. Der Vogelsbergkreis als Träger des Rettungsdienstes „ist sehr zufrieden mit der Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe“, attestierte der Landrat. „Die Johanniter erbringen erst seit Oktober vergangenen Jahres rettungsdienstlichen Leistungen im Vogelsbergkreis – in Nieder-Ohmen bislang vom Übergangsstandort im ehemaligen Bahnhof“, rief Manfred Görig in Erinnerung. Rund 900 bis 1000 Einsätze werden von der Rettungswache Nieder-Ohmen pro Jahr gefahren. „Ein Ende dieser Übergangslösung ist in Sicht“, so Manfred Görig, schließlich solle das neue Gebäude bereits am Jahresende bezogen werden.
Gleichzeitig wies der Landrat darauf hin, dass erst im Mai der neue Notarzt-Standort der Johanniter in Ilbeshausen eingeweiht worden war. „Mit all diesen Maßnahmen konnten wir die rettungsdienstliche Versorgung der Menschen wesentlich verbessern“, so Görig.

Auch Bürgermeister Sommer und Jörg Matthias, Ortsvorsteher und Vereinsvorsitzender der örtlichen Feuerwehr, begrüßten die Johanniter herzlich und wünschten dem anstehenden Bauvorhaben gutes Gelingen. „Für die Bevölkerung ist es von großer Bedeutung, den Rettungsdienst in unmittelbarer Nähe zu wissen und die notärztliche Versorgung gewährleistet zu sehen. Wir freuen uns, dass die Johanniter sich in unserer Gemeinde wohl fühlen und nun mit einem Neubau vor Ort sesshaft werden“, freute sich Bürgermeister Sommer über den neuen Wachenstandort in seiner Gemeinde.

„Auch wir freuen uns, dass es vorangeht und hier bald unsere neue Rettungswache entsteht. Seit dem 1.10. 2018 leisten wir Johanniter schon den Rettungsdienst von Nieder-Ohmen aus, wenn auch bislang von einem Übergangsstandort im alten Bahnhofsgebäude“, so Marco Schulte-Lünzum, Regionalvorstand in Mittelhessen. „Es besteht eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mücke, für die wir uns herzlich bedanken – hier ist insbesondere Herr Heidlas zu nennen. Auch die Anmietung des alten Bahnhofs in Nieder-Ohmen gestaltete sich erfreulich unkompliziert. Ebenfalls bedanken möchte ich mich bei Herrn Schad vom Vogelsbergkreis für die gute Zusammenarbeit. Die erste Bauphase unseres Projekts ist bereits gestartet – unser Ziel ist es, zum Jahresende die Fertigstellung zu erreichen und in die neue Rettungswache einzuziehen.“