Johanniter leisten medizinische Hilfe in Mosambik

Mittelhessen, 03. April 2019

Mittelhessen   Ein Helferteam der Johanniter bricht heute von Frankfurt aus nach Mosambik auf, um in der vom Wirbelsturm Idai betroffenen Region medizinische Nothilfe zu leisten. Dem sechzehnköpfigen Team, das sich ausschließlich aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Johanniter-Auslandshilfe zusammensetzt, gehören Ärzte, Notfallsanitäter bzw. Rettungsassistenten und Logistiker an sowie ein Experte für psychosoziale Betreuung. Nach ihrer Ankunft in der Hafenstadt Beira, einer der am schwersten von dem Wirbelsturm betroffenen Städte in Mosambik, wird das Team an den von den lokalen Behörden bestimmten Einsatzort weiterreisen, um seine Arbeit aufzunehmen. Die Helfer werden 14 Tage vor Ort sein und werden dann von einem zweiten Team abgelöst. Die Johanniter hatten ihr Helferteam bereits kurz nach der Katastrophe einsatzbereit gemeldet, nun ist die offizielle Anforderung seitens der zuständigen Behörden erfolgt.

Zwei der Helfer sind Rico Merker und Patrick Rudolph, die sich am gestrigen Abend auf den Weg ins Katastrophengebiet in Mosambik machten.

Rico Merker ist bereits seit 2007 ehrenamtlicher Soforthelfer der Johanniter. Der 54-Jährige aus Butzbach unterstützt das Team als Logistiker und im Bereich Security. Er war bereits 2010 in Haiti nach dem verheerenden Erdbeben im Einsatz. Im Hauptberuf ist er beim Polizeipräsidium Mittelhessen beschäftigt und leitet ferner im Regionalverband Mittelhessen die Rettungshundestaffel Hessen-Mitte.
 
Patrick Rudolph, ist seit 2016 ehrenamtlicher Soforthelfer der Johanniter. Der 38-Jährige aus Puderbach im Westerwald unterstützt das Team als Teamleader. Er ist hauptberuflich im Gesundheitssektor der Entwicklungszusammenarbeit tätig und hat jahrelange Erfahrung in Südostafrika gesammelt.

Die Johanniter schicken in den kommenden Tagen außerdem überlebenswichtige Hilfsgüter im Gesamtumfang von 10 t in das Katastrophengebiet. Ein medizinisches Nothilfe-Kit stellt die basismedizinische Versorgung von bis zu 10.000 Patienten über drei Monate sicher. Darüber hinaus werden Medikamente zur Behandlung von Malaria und Cholera geliefert sowie 22 mobile Wasseraufbereitungsanlagen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung.

„Ich wünsche allen Soforthelfern viel Erfolg bei ihrer Mission – mögen alle gesund wieder heimkehren!“, so Marco Schulte-Lünzum, Regionalvorstand Mittelhessen der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
 

(Quelle: Johanniter/Heike Lyding)