Johanniter organisieren großen Praxistag für ihre Notfallsanitäter-Azubis

Linden (Annerod), 30. Oktober 2019

In der Ausbildung ihrer Nachwuchs-Rettungskräfte setzt die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) im Regionalverband Mittelhessen auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis. „Besonders gut prägen sich Lerninhalte aus durchgespielten Fallbeispielen ein“, weiß Björn Kohlhaussen, Sachgebietsleiter Aus- und Fortbildung Rettungsdienst, zur berichten. „Um verschiedene Szenarien darzustellen und durch unsere derzeit 30 NotSan-Azubis unter Anleitung ihrer Praxisanleiter (Ausbilder) abarbeiten zu lassen, führen wir zweimal jährlich einen so genannten großen Praxistag durch“, so Kohlhaussen weiter.

In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Annerod und unter der Beteiligung von etwa 50 Personen inszenierte man am 30.10. verschiedene Notfall-Szenarien in einzelnen Stationen: Vom landwirtschaftlichen Kettensägen-Unfall mit Teilamputation über ein Sturzgeschehen, eine Reanimationsmaßnahme bis hin zum Auffinden eines Suizidierten stellte man nach, was die Rettungskräfte im Ernstfall vor Ort im Einsatz erwarten könnte.

Training und Arbeit an der frischen Luft machen hungrig – beim gemeinsamen Mittagessen im Feuerwehrgerätehaus, zu dem auch Bürgermeister Stefan Bechthold vorbeischaute, gab es ausreichend Gelegenheit, sich mit Kollegen auszutauschen.

Mit den erbrachten Leistungen ihrer jeweiligen Schützlinge zeigten sich die Praxisanleiter im Abschlussgespräch sehr zufrieden.

„Im Rahmen solcher Praxistage üben unsere Auszubildenden auch die organisationsübergreifende Arbeit mit anderen Rettungskräften wie zum Beispiel der Feuerwehr. Ich bedanke mich bei der Feuerwehr Annerod, die uns an diesem Tag mit zehn Feuerwehrleuten unterstützt hat. Vielen Dank auch an die Gemeinde Fernwald und alle Beteiligten, die uns z.B. ein Grundstück zur Verfügung gestellt haben, das als Schauplatz für eines unserer Fallbeispiel-Szenarien diente“, so Marco Schulte-Lünzum, Regionalvorstand der Johanniter in Mittelhessen.