Johanniter Sozialstation feiert 10-jähriges Jubiläum

Buseck, 18. März 2019

v.l.n.r.: Leiterin Marlies Brück, ihre Stellvertreterin Jessica Karg, die ehemalige Leiterin der Sozialstation Buseck Irene Wanske-Häbel sowie Regionalvorstand Marco Schulte-Lünzum
Foto: Miriam Julia Feuerstein/JUH

v.l.n.r.: Regionalvorstand Marco Schulte-Lünzum, Busecks Bürgermeister Dirk Haas, Leiterin Marlies Brück, ihre Stellvertreterin Jessica Karg, die ehemalige Leiterin der Sozialstation Buseck Irene Wanske-Häbel sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Hans-Peter Stock vom LKGI
Foto: Miriam Julia Feuerstein/JUH

gelungene musikalische Begleitung von der Musikschule Busecker Tal
Foto: Miriam Julia Feuerstein/JUH

Team der Sozialstaion Buseck bei der Übergabe des Geschenks
Foto: Miriam Julia Feuerstein/JUH

Buseck ▪ Runde zehn Jahre ist es nun her, dass die Johanniter im Regionalverband Mittelhessen die Sozialstation der Gemeinde Buseck übernommen haben.

Untergebracht im 2009 errichteten Johanniter-Stift befindet sich seitdem die Einrichtung, die weit über die Gemeindegrenzen von Buseck hinaus einen guten Ruf genießt und von vielen Klienten gerne in Anspruch genommen wird – sei es in der vorübergehenden Unterstützung nach einem Unfall, einem Krankenhausaufenthalt oder als langfristige Lösung, um weiterhin in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben zu können. Erst kürzlich bescheinigte der MDK, der Medizinische Dienst der Krankenkassen, dem Team exzellente Arbeit und vergab die Bestnote 1.0 in allen Kategorien.

Am 14. März ließ man im Rahmen einer Feierstunde die vergangenen zehn Jahre Revue passieren: Regionalvorstand Marco Schulte-Lünzum und das Pflegeteam um Leiterin Marlies Brück berichteten von anfänglichen Bedenken, Sorgen und Nöten rund um die Übernahme durch die Johanniter. „Werden denn alle Pflegekräfte übernommen werden?“, „Was kommt unter dem neuen Arbeitgeber auf uns zu?“ – waren beispielsweise Fragen, die vor zehn Jahren zunächst noch quälend im Raum standen.

 „Etwas Besseres als die Johanniter hätte uns nicht passieren können“, berichtete Marlies Brück, „das war dem Team schnell klar. Wir erfahren große Wertschätzung unserer Arbeit und werden nach Tarif bezahlt – das hat man im Bereich Pflege bekanntlich nicht überall.“ In einem unterhaltsamen Rückblick erwähnte sie ferner den größer werdenden bürokratischen Aufwand durch hohe Auflagen in der Dokumentation, den nicht immer leichten Umgang mit Kranken- und Pflegekassen, stellte aber resümierend heraus, dass viel Engagement und Herzblut in die Erfüllung der täglichen Arbeit fließen, die weit mehr als nur ein Job ist.

Regionalvorstand Schulte-Lünzum bedankte sich mit den Worten: „Denn genau dies ist – neben all der Professionalität, der guten Aus- und Weiterbildung – wohl das Geheimnis eures gut eingespielten Teams: Ihr alle habt eure Berufung gefunden und übt euren nicht immer einfachen Job mit viel Hingabe aus. Dafür danke ich euch und freue mich auf die kommenden zehn Jahre – nun unter dem neuen Namen „Sozialstation Busecker Tal“, mit dem wir nach außen zeigen, dass sich unsere Dienstleistungen neben Buseck auf die weitere Umgebung bis Richtung Reiskirchen erstrecken!“

Rundum gelungen war auch das Rahmenprogramm: So berichteten die Mitarbeiterinnen der Sozialstation in Form von vorgetragenen „O-Tönen“, was eine Pflegekraft bei ihrer täglichen Arbeit mit den Klienten so alles erleben kann. Die Bandbreite reichte dabei von herzerfrischend lustig über schonungslos ehrlich bis hin zu anrührend bzw. gar zu Tränen rührend.

Neben einem weiteren Beitrag von der Johanniter Tagespflege Buseck schlossen sich noch einige Redner mit Grußworten an. Busecks Bürgermeister Dirk Haas, der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Hans-Peter Stock vom Landkreis Gießen, Michael Sommerlad als ehemaliger Leiter des örtlichen Johanniter-Stifts, der gemeinsam mit seiner Nachfolgerin Anne Herröder gekommen war, sowie Gerhard Hackel vom Förderverein Kranken- und Pflegehilfe Buseck nutzten die Gelegenheit, dem Team zu danken, Glückwünsche zum Jubiläum auszusprechen und auch für die kommenden Jahre alles Gute zu wünschen. Musikalisch untermalt durch Gitarrenbeiträge der Musikschule Busecker Tal, klang der Abend dann bei angeregten Gesprächen gemütlich aus.