Ehrenamtspreis 2013

Halle, 07. September 2013

Der Landesverband der Johanniter in Sachsen-Anhalt und Thüringen verlieh am 7. September, im Anschluss an die Landesvertreterversammlung, in Halle einen Ehrenamtspreis, um das Engagement der ehrenamtlichen Helfer zu würdigen.

Die Mitglieder des höchsten demokratischen Organs der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Thüringen und Sachsen-Anhalt kamen am 7. September in Halle zusammen. Im Rahmen der Landesvertreterversammlung erhielten die Delegierten aller sieben Regionalverbände sowie die Mitglieder der Landesleitung über die Berichte des Landesvorstandes und der Rechnungsprüfer einen umfassenden und gesammelten Überblick der vergangenen zwei Jahre.

Landesvorstand Andreas Weigel hob in seinem Bericht die Herausforderungen und die damit einhergehende Verantwortung für die Menschen, in deren Dienst die rund 1.000 ehrenamtlichen und 2.000 hautamtlichen Mitarbeiter sich in beiden Bundesländern stellen, hervor. Besonders betonte Weigel auch die solide wirtschaftliche Entwicklung des Landesverbandes. „Zukünftig wollen wir uns vor dem Hintergrund des stetig steigenden Pflegebedarfs in Deutschland noch stärker auf den Bereich der Sozialen Dienste konzentrieren, insbesondere im  Bereich der Ambulanten Pflege“, stellte Weigel die kommenden Herausforderungen dar.

In seinem Gastvortrag ging Dr. Thomas Müller-Bahlke anschließend auf die Geschichte der Franckeschen Stiftungen ein. Mit dem am 5. September offiziell eingeweihten neuen Projektbüro der Johanniter auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen habe man einen starken Partner gefunden, um „gemeinsam Gutes zu tun und den Schwachen, ganz im Sinne Franckes, zu helfen“, so Dr. Müller-Bahlke.

Im Anschluss wurde das ehrenamtliche Engagement der Johanniter in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einem Ehrenamtspreis in drei Kategorien gewürdigt. „Mit der Auszeichnung soll das große ehrenamtliche Engagement und die notwendige Hilfe sichtbar gemacht werden“, leitete Landesvorstand Hubertus Graf v. d. Schulenburg die Preisverleihung ein. Die Ehrenamtspreise 2013 gingen an Benjamin Kobelt aus dem Regionalverband Magdeburg/Altmark/Börde/Harz in der Kategorie „Kinder- und Jugendarbeit“, an Christine Bentele aus dem Regionalverband Ostthüringen in der Rubrik „Soziale Dienste“ sowie an das Notfallseelsorge-Team des Regionalverbandes Mittelthüringen für sein ehrenamtliches Engagement im Bereich „Einsatzdienste“.

Die Preisträger

Kategorie "Kinder- & Jugendarbeit": Benjamin Kobelt

Benjamin Kobelt engagiert sich ehrenamtlich im Regionalverband Magdeburg/Altmark/Börde/Harz. Der 22-jährige Student ist seit 2007 für die Johanniter aktiv und als Regionaljugendleiter für die Bereiche Finanzen und Pressearbeit der Jugendgruppen zuständig. Er war bereits am Aufbau mehrerer Schulsanitätsdienste beteiligt und gründete unter anderem zwei Jugendgruppen. Benjamin Kobelt ist wichtiger Ansprechpartner für die Mitglieder der Jugendgruppen im Regionalverband und vertritt in dieser Position den Landesverband auch auf Bundesebene.

Kategorie "Soziale Dienste": Christine Bentele

Christine Bentele ist seit fünf Jahren ehrenamtlich im Auftrag der Johanniter aktiv. Die 63-jährige Rentnerin leitet vier Sitztanzgruppen in vier verschiedenen Orten des Regionalverbandes Ostthüringen mit knapp 50 Teilnehmern wöchentlich. Damit leistet sie einen großen Beitrag für die Freizeitgestaltung der Senioren in Triptis und Umgebung. Dafür absolvierte Frau Bentele eine spezielle Weiterbildung. Für die Teilnehmer organisiert sie regelmäßig Feste, Feiern und Ausflüge.

Kategorie "Einsatzdienste": Notfallseelsorge-Team Regionalverband Mittelthüringen (NFS)

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des NFS-Teams Weimar betreuen Menschen, die nach einem Notfallereignis unter starken seelischen Belastungen stehen. Sie stehen für Angehörige und Betroffene als Gesprächspartner zur Verfügung und kümmern sich um die Einsatznachsorge für Rettungskräfte. Derzeit gehören dem Team 15 Ehrenamtliche an, darunter Pfarrer, kirchliche Mitarbeiter, Rettungsdienstmitarbeiter, aber auch Vertreter anderer Berufsgruppen sowie Nichterwerbstätige. Die NFS Weimar wurde 1996 von Michael Kuhn († 2011) gegründet. Ines Stuckatz und Frank Wolf nahmen den Ehrenamtspreis stellvertretend für das gesamte Team in Empfang.

Landesjugendleiter Johannes Walter (li.) und der Preisträger in der Kategorie "Kinder- und Jugendarbeit" Benjamin Kobelt (re.)
Preisträgerin Christine Bentele (lin.) und Regionalvorstand Uwe Werner (re.)
Ehrenamtspreisträger Ines Stuckatz (li.) und Frank Wolf (re.) mit Regionalvorstand Jörg Koch
Gruppenbild der Ehrenamtspreisträger 2013, Landesvorstände und der Ehrenamtskoordinatorin