Mein JA! zur Jugend

Benjamin Kobelt - Magdeburg, 12. September 2013

Jugendarbeit "open air"

Eine landesweite Aktion des Kinder- und Jugendrings Sachsen-Anhalt

Im Rahmen der landesweiten Aktion "Mein JA! zur Jugend" haben die Kinder- und Jugendverbände, Jugendfreizeiteinrichtungen, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter_innen der Kinder- und Jugendarbeit sowie Kinder und Jugendliche „Jugendarbeit open-air“ am Donnerstag auf dem Domplatz vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt präsentiert und damit ihre Vielfalt sowie ihren gesellschaftlichen Wert in den Fokus gerückt und sich für die Wertschätzung und konstante Weiterfinanzierung der Kinder- und Jugendarbeit in unserem Land eingesetzt.

 

Während es im Landtag um die angedrohten Kürzungen in der Jugendarbeit geht, hat der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt  zusammen mit vielen jungen Leuten den Abgeordneten gezeigt, was Jugendarbeit bedeutet. Live und in Farbe mit einem riesigen Open-Air-Jugendclub direkt auf dem Domplatz vor dem Landesparlament. Mit dabei alles, was einen Jugendclub ausmacht, vom Sofa und Spielen bis hin zu sportlichen, kreativen und musischen Angeboten.

 

Auch die Johanniter-Jugend ist Mitglied im Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt und hat sich an dem Aktionstag beteiligt. Die Jugendgruppe aus Ziepel demonstrierte zusammen mit Breitenausbilderin Sandra Pieper und Jugendgruppenleiter Michael Weiß die lebensrettenden Handgriffe der Ersten Hilfe. Außerdem durften die Besucher bei zahlreichen Spielen ihren Spaß haben.

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Hintergrund

Die Landesregierung plant für den Haushalt 2014 derzeit in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen massive Einschnitte. Neben den Einsparungen bei den Hochschulen, im Kulturbereich, den Beratungsstellen soll auch im Bereich der Jugendarbeit deutlich gekürzt werden. Sowohl das Fachkräfteprogramm wie auch die Jugendpauschale stehen für 2014 mit jeweils 1 Million Euro auf der Streichliste. Ab 2015 könnte es zu weiteren Kürzungen oder sogar zu einer Streichung der Programme kommen.

 

Jugendpauschale und Fachkräfteprogramm sichern mit derzeit 9,4 Millionen Euro eine Mindestmaß der Kinder- und Jugendarbeit in den Kommunen ab. Fallen diese Landesmittel weg, ist davon auszugehen, dass insbesondere im ländlichen Raum die Kinder- und Jugendarbeit noch weiter ausgedünnt wird bzw. vollständig wegbricht.

 

Eine flächendeckende Versorgung für alle jungen Menschen ist schon jetzt in vielen Landkreisen nur mit großem Engagement von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter_innen der Kinder- und Jugendarbeit möglich.

 

Deshalb wollen wir uns mit einem lauten JA! zur Jugend für den Erhalt und Weiterfinanzierung der Jugendarbeit und Wertschätzung der Jugendarbeit einsetzen.