Olympiade der Retter

Regensburg, 08. Juni 2013

Stendaler belegten guten Platz im Mittelfeld

Die Stendaler A-Mannschaft gemeinsam mit Landesvorstand Andreas Weigel und Regionalvorstand Reinhard Doberenz.

Ein Unfall im Chemielabor, eine Sportverletzung oder ein verwirrter Tagungsteilnehmer: die Szenarien beim Bundeswettkampf der Johanniter waren aus dem Alltag gegriffen. Die Stendaler Sanitätshelfer gingen mit weiteren 35 Mannschaften aus Deutschland, zwei Mannschaften aus Polen und einer Mannschaft aus Litauen am Samstag, den 8. Juni 2013 in der Donau-Arena in Regensburg an den Start, um diese kritischen Situationen als Ersthelfer zu bewältigen und die besten Lebensretter zu ermitteln.

 

 

Stolz waren die Landesbesten in Sachsen-Anhalt und Thüringen über ihren 5. Platz beim bundesweiten Wettbewerb. „Das Ergebnis überraschte uns im positiven Sinne“ hallt die Freude bei Jugendgruppenleiter Holger Frank noch nach. Beim Bundeswettkampf der Johanniter werden die ohnehin besten Helfer von morgen auf ihr theoretisches Wissen und praktisches Können getestet, sodass sie in Zukunft selbst professionell Hilfe leisten können.

Eindrücke vom Bundeswettkampf

Die Jugendlichen treffen sich einmal wöchentlich im Winckelmann-Gymnasium in Stendal zum gemeinsamen Üben aber auch Austausch zu anderen Themen, die Jugendliche in dem Alter bewegen. Eine Teilnahme bei der „Olympiade des Rettens“ ist für Jugendgruppenleiter Holger Frank und sein Team immer eine besondere Herausforderung. Jetzt stehen sie mit ihren Kräften für die Herausforderungen, die das Hochwasser in den Regionen Altmark und Magdeburg mit sich bringt, tatkräftig zur Verfügung. Zum Teil sind sie bereits am Samstag gleich nach dem Wettkampf wieder in die Heimat gefahren.

Alle zwei Jahre werden die Wettkämpfe der Johanniter auf Bundesebene ausgetragen, der Staffelstab für den Austragungsort 2015 wurde an Cottbus übergeben. Dazu überreichte Martin Steinkirchner, Johanniter-Regionalvorstand in Ostbayern, den Staffelstab an den Landesvorstand der Johanniter in Berlin Brandenburg, Jörg Lüssem. „Ich freue mich sehr, dass die Entscheidung auf die Region Berlin-Brandenburg gefallen ist. Wir werden bald mit den Planungen für den Bundeswettkampf 2015 beginnen“, sagte Jörg Lüssem.

 

Informationen zum Bundeswettkampf in Regensburg gibt es im Internet unter www.johanniter-bundeswettkampf.de.

Welche Kategorien von Mannschaften gibt es?

Die Teilnehmer werden nach Alter und nach medizinisch fachlicher Qualifizierung in vier Kategorien eingeteilt. Grundlage für die Prüfungen in Bundeswettkampf sind die Inhalte der jeweiligen Erste-Hilfe-Ausbildung.

  • A-Mannschaft (Sanitätshelfer): Hier starten alle Helferinnen und Helfer, die die Sanitätshelfer-Ausbildung (SanB2) erfolgreich durchlaufen haben. Die während der Ausbildung erworbenen Kenntnisse bilden die fachliche Grundlage der theoretischen und praktischen Tests beim Bundeswettkampf. Die Teilnehmer sind in der Regel mindestens 16 Jahre alt.Ausgeschlossen von der Kategorie A sind Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Fachausbilder und Lehrbeauftragte, Medizinstudenten nach bestandenem Physikum, sowie examinierte Angehörige der Heilberufe. Sie treten aufgrund ihrer höheren Qualifikation in der Kategorie S an. Ärzte sind von der Teilnahme am Bundeswettkampf ausgeschlossen.
  • B-Mannschaft (Ersthelfer): In dieser Kategorie treten Kinder und Jugendliche an, die einen Erste-Hilfe-Kurs erfolgreich absolviert haben. Sie sind in der Regel zwischen 12 und 19 Jahre alt und z.B. als Schulsanitäter im Einsatz. Während des Wettkampfs tragen die Mitglieder der B-Mannschaften einheitlich die Bekleidung der Johanniter-Jugend oder des Schulsanitätsdienstes.
  • C-Mannschaft (Kinder): Hier starten Kinder, die den Kurs „Ersthelfer von Morgen“ erfolgreich absolviert haben und zwischen 6 und 12 Jahre alt sind. Während des Wettkampfs tragen die Mitglieder der C-Mannschaften einheitlich die Bekleidung der Johanniter-Jugend oder des Schulsanitätsdienstes.
  • S-Mannschaft (Rettungssanitäter): In dieser Kategorie starten alle Helferinnen und Helfer ab dem vollendeten 16. Lebensjahr, die aufgrund ihrer höheren fachlichen Qualifikation nicht in den Kategorien A und B starten dürfen, z.B. Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, examinierte Personal der Heilberufe, Fachausbilder oder Lehrpersonal, sowie fortgeschrittene Medizinstudenten (nach dem Physikum). Ärzte sind von der Teilnahme ausgeschlossen.