Jahresempfang mit Stilbruch

Leipzig, 25. Juni 2019

Bis auf den letzten Platz belegt war die „Alte Handelsbörse“ in Leipzig. Der Johanniter Landesverband Sachsen hatte zu seinem Jahresempfang geladen und rund 200 Gäste folgten. Bei sommerlichen Temperaturen vor und im Barockgebäude ließen sie sich von der Band Stilbruch aus Leipzig verzaubern. Cello, Geige und Gesang – zwischen Klassik und Pop.
Bei den Johannitern drehte sich in den vergangenen Monaten sehr viel um Personalentwicklung und -gewinnung. Und so zog sich dieses Thema als roter Faden durch den Jahresempfang – sowohl in der Andacht des Landespfarrers Christoph Noth, als auch in der Festrede von Sebastian Dietz, Teilnehmer der Paralympics in den Jahren 2012 und 2016. Eindrucksvoll und detailreich hat der 34-Jährige erzählt, wie er nach seinem Autounfall im Jahr 2004 gegen die Querschnittslähmung ankämpfte. Dietz musste Rückschläge einstecken, Verbündete suchen und sich immer wieder kleine Teilziele stellen. Er fand – wider aller Prognosen – in ein selbstbestimmtes Leben zurück. Doch das reichte ihm nicht. Neue Ziele mussten ran: Uns so stand er 2012 in London als Diskuswerfer und 2016 in Rio als Kugelstoßer mit der Goldmedaille um den Hals ganz oben auf dem Treppchen. Sein Vortrag „Die Grenzen des Machbaren verschieben“ war ein eindringlicher Aufruf an alle, bei denen es gerade nicht so gut läuft: „Aufgeben ist keine Option.“ Dietz hat treffende Parallelen zum Arbeitsleben konstruiert. Und von der Kraft seiner Familie erzählt.
Ein Novum beim diesjährigen Jahresempfang waren flankierende Workshops – natürlich auch zum Themenkreis Personal. Dutzende Mitarbeiter diskutierten darüber, wie sich Führungskräfte finden lassen, über Chancen und Risiken in altersgemischten Teams, das Führungsverständnis bei den Johannitern und wie moderne Führung aussieht. Die vier Workshops in der Schroedter Lounge waren der Auftakt für das Projekt Rückenwind, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird. Die Workshop-Ergebnisse sind der Ausgangspunkt für Aktivitäten der Personal- und Organisationsentwicklung der kommenden drei Jahre.