Johanniter ernennen Verantwortliche für Kinderschutz

Leipzig, 27. November 2018

“Jedes Kind hat ein Recht auf Fürsorge, gewaltfreie Erziehung und ein sicheres Zuhause“, sagt Mandy Göttert, vom Fachbereich Kindertagesstätten des Johanniter-Landesverbands Sachsen. „Das Problem ist, dass Kinder und Jugendliche sich gegen Fehlentwicklung und Missstände oft nicht ausreichend wehren können.“  

Deshalb gibt es für diese Gruppe einen besonderen staatlichen Schutzstatus – die Kinderrechtskonvention, das SGB VIII und das Bundeskinderschutzgesetz. Die Johanniter müssen als Träger der Kinder- und Jugendhilfe diesen Schutzauftrag erfüllen und Kindeswohlgefährdung verhindern.  

„Als Kindeswohlgefährdung gilt dabei jedes Verhalten, das sich negativ auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirkt“, so Göttert. „Die Gefährdung kann sowohl von der Familie des Kindes ausgehen, als auch von der Fachkraft, die ein Kind betreut – unser besonderes Augenmerk gilt der pädagogischen Arbeit.“  

Um der Herausforderung zu begegnen, haben die sächsischen Johanniter am 27. und 28. November in Leipzig und Zwönitz nach einer Basisschulung  36 „Verantwortliche für Kinderschutz“ ernannt. Weitere 20 Verantwortliche werden Anfang kommenden Jahres hinzukommen. Sie sollen künftig für das Thema sensibilisieren, in ihren Teams als Multiplikatoren wirken und regelmäßig an Netzwerkmeetings teilnehmen.  

Im Januar 2019 ist ein zweites Treffen der Verantwortlichen geplant. In der Folgezeit sollen für die Funktionsträger*innen regelmäßig „Kinderschutz-Zirkel“ stattfinden. Dann werden sie unter anderem gemeinsam Wissen vertiefen, Fälle besprechen und einzelne Situation trainieren.