Leben in Zeiten von Corona

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt unser tägliches Zusammenleben aktuell vor große Herausforderungen: Geschlossene Schulen und Kitas, eingeschränkte Reisefreiheit, die Aufforderung zu räumlicher sozialer Distanzierung und dazu im Stundentakt neue Meldungen. Auf dieser Seite haben wir für Sie Tipps für den Alltag zusammengestellt und geben Ihnen positive Impulse für diese schwierige Zeit.

Nächstenliebe in Zeiten des Coronavirus: So können Sie anderen helfen

Bei all den Herausforderungen, die das Coronavirus mit sich bringt: Diese besondere Ausnahmesituation bietet auch die Chance, uns auf wichtige Werte wie Solidarität, Respekt und Nächstenliebe zu besinnen. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, kommen wir alle besser durch diese Krise. Wir wollen hier einige Ideen und Hilfsangebote vorstellen. Das sind die Dos und Don'ts in der aktuellen Situation:

Do

  • Zuhause bleiben: Wann immer es geht, sollte man aktuell zuhause bleiben und direkte soziale Kontakte meiden. Wichtige Erledigungen wie z.B. der Lebensmitteleinkauf, sind davon ausgeschlossen.
  • Kinderbetreuung anbieten: Wer studiert, nicht arbeitet oder die Möglichkeit hat, im Homeoffice zu arbeiten, kann z.B. die Kinder von Nachbarn betreuen, die nicht von zuhause aus arbeiten können. So werden Großeltern geschützt, die in dieser Situation eher zur Risikogruppe gehören und deshalb nicht die Betreuung übernehmen sollten. So helfen Sie Menschen aus der Risikogruppe in der Corona-Krise.
  • Blutspenden: Vielerorts ist die Bereitschaft zum Blutspenden durch das Coronavirus zurückgegangen. Doch gerade in der Frühphase der Epidemie ist es wichtig, dass gesunde Menschen weiterhin spenden, um Vorräte anlegen zu können und die Versorgung der Patienten mit Blutpräparaten sicherzustellen. Die Blutspendedienste sind so eingerichtet, dass eine Ansteckung mit dem Virus ausgeschlossen werden kann. Personen mit Erkältungs- oder Grippe-Symptomen sollten jedoch ausdrücklich nicht zur Blutspende gehen.
  • Hilfe bei Besorgungen: Um Ältere und Personen mit einem geschwächten Immunsystem keiner Ansteckungsgefahr auszusetzen, können Sie anbieten für sie einkaufen zu gehen.
  • Gassi gehen: Damit Personen, die der Risikogruppe angehören, nicht das Haus verlassen müssen, ist es auch schon eine große Hilfe, wenn Sie anbieten, deren Hund auszuführen. Hier finden Sie noch weitere Tipps, wie Sie Menschen aus der Risikogruppe unterstützen können.
  • Hilfe über Internetportale anbieten (und finden): z.B. auf Quarantäne Helden, Nebenan.de oder WirHelfen.eu
  • Kontakte per Telefon und online pflegen: Räumliche Distanzierung muss nicht soziale Distanzierung bedeuten – im Gegenteil. Die Sozialen Medien ermöglichen es den Kontakt aufrechtzuerhalten. Gerade ältere Menschen und Personen in Pflegeheimen dürfen wir in dieser Zeit nicht vergessen! Über einen Anruf freuen sich viele Menschen jetzt besonders. Hier finden Sie noch weitere Tipps, wie man jetzt gerade für die Eltern und Großeltern da sein kann.
  • Ruhe bewahren und verantwortungsbewusst handeln!

Don't

  • Bei Corona-Verdacht bitte nicht direkt zum Arzt gehen: Rufen Sie stattdessen bei Ihrem Arzt oder beim zuständigen Gesundheitsamt an. So kann dafür gesorgt werden, dass Sie in der Praxis isoliert untersucht oder ein Hausbesuch organisiert werden kann und sich andere Patienten im Wartezimmer nicht anstecken. Welche Symptome auf das Coronavirus hinweisen, sehen Sie auf unserer Seite „Corona-Verdacht – was tun?”
  • Kinder nicht zu den Großeltern bringen: Auch wenn die Kinderbetreuung zur Herausforderung wird – von einer Betreuung durch die Großeltern ist derzeit dringend abzuraten. Kinder zeigen zwar meist keine schweren Krankheitssymptome, können allerdings Überträger des Virus sein. Das kann besonders für ältere Menschen ab 50 gefährlich werden.
  • Keine Hamsterkäufe tätigen: Hamsterkäufe sind nicht notwendig! Die leeren Regale sorgen stattdessen für Panik und suggerieren einen Notstand, der nicht besteht. Die Lebensmittelversorgung in Deutschland ist nicht gefährdet. 
  • Keine Fake-News in den Sozialen Medien weiterverbreiten: Dies sorgt für weitere Verunsicherung. Vertrauen Sie stattdessen auf seröse Medien und Informationsquellen wie das Robert-Koch-Institut oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Positiv in Krisenzeiten: Kleine Lichtblicke für den Alltag

Die Welt steht Kopf. Egal, ob Sie nun Ihren Alltag von zuhause bestreiten oder immer noch draußen im Einsatz sind. Gerade jetzt profitieren wir alle von kleinen Lichtblicken in unserem Tagesablauf.
Wir haben da ein paar Ideen für Sie:

  • Starten Sie den Tag mit Ruhe und ein paar Dehnübungen.
  • Vereinbaren Sie ein Treffen mit Freunden oder der Familie via Videochat.
  • Sind Sie Nervös? Lesen Sie ein paar Zeilen aus einem guten Buch.
  • Langeweile? Probieren Sie ein neues Hobby aus z.B. Singen, Malen oder Musizieren.
  • Schneller Stressabbau nötig? Tanzen Sie! Lieblingslied an und los geht’s.
  • Lassen Sie einer anderen Person beim Einkaufen den Vortritt.
  • Schenken Sie jemandem ein Lächeln. Das geht auch mit Sicherheitsabstand!
  • Haben Sie noch einen Tipp? Dann schreiben Sie uns auf Facebook oder Instagram!

Trotz Corona mit den Liebsten in Kontakt bleiben

Die Corona-Krise hat körperliche Nähe und soziale Interaktion stark eingeschränkt. Ein gemeinsamer Kaffee, ein leckeres Essen oder ein Treffen nach dem Feierabend – gemeinsam mit Familie oder Freunden ein schöner Zeitvertreib, der momentan leider nicht stattfindet. Oder etwa doch? Zumindest ist es Dank des Internets so einfach wie noch nie miteinander in Kontakt zu treten. So können Sie mit Ihren Liebsten in Kontakt bleiben und sich austauschen.

  • In Chat-Apps wie WhatsApp können Familien und Freunde eine Chatgruppe starten: Texte, Bilder, Videos, Sprachnachrichten oder über das Internet telefonieren - eine schnelle und einfache Art miteinander zu kommunizieren.
  • Jetzt ist die perfekte Zeit für Video-Chats. Egal welches Programm (Skype, Zoom, Google Hangout, WhatsApp, Facetime), den Ideen sind keine Grenzen gesetzt: ein virtuelles Kochdate, Basteln mit Oma oder einfach nur reden.
  • Zocken und chatten mit Spiel-Konsolen wie PlaySation 4 und Xbox one hat jetzt nicht nur Kids Hochsaison. Gerne mal Opa zu einer Partie Schach herausfordern!
  • Ganz altmodisch – einfach telefonieren. Gerade ältere Menschen besitzen nicht immer ein Smartphone oder einen Laptop. Weitere Tipps für Risikogruppen
  • E-Mail oder Rundmail eignen sich perfekt, um längere Texte zu schreiben und mit Familie und Freunden den eigenen Alltag in einer Art „Tagebuch“ zu teilen.
  • Dem Freund eine liebevolle Postkarte schicken, Oma ein Bild malen oder selbstgemachte Kekse verschicken – jeder freut sich über einen Brief oder Päckchen.

Tipps für Kids

Buntstifte auf Holztisch.

Wie können sich Kinder in Zeiten von Corona kreativ ablenken? Die Mitarbeitenden des Johanniter-Ferienprogramms Lilalu haben Workshop-Videos veröffentlicht, in denen sie Anleitungen für akrobatische Übungen, Tanzschritte oder zum Basteln geben. So können sich die Kids in Corona-Zeiten ein bisschen Ablenkung und Inspiration nach Hause holen.

Aktion Näh❤stenliebe - nähen Sie Behelfmasken!

Bastler, Handwerkerinnen und Näher aufgepasst! Aktuell gibt es einen immer größer werdenden Bedarf an Schutzausrüstung. Behelfsmasken (Behelf-Mund-Nasen-Schutz) tragen dazu bei, andere Personen vor einer Infektion zu schützen. Damit helfen sie, die Verbreitung des Virus einzudämmen und sind auch für unsere Arbeit sehr wichtig. Mit dieser Anleitung können Sie solche Masken ganz leicht selbst herstellen.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, schicken Sie die gebastelten Masken bitte an die Bundesgeschäftsstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in der Lützowstr. 94 in 10785 Berlin. Wir freuen uns über jede Einsendung!

Seelsorge in Zeiten von Corona

Die Coronakrise fordert uns alle heraus. Wie gehen wir im Alltag mit den Einschränkungen um? Wo finden wir Beistand? Wir haben für Sie Hinweise zu Gottesdienstübertragungen, Andachten und die Telefonnummer der Telefonseelsorge zusammengestellt.