Christoph 4 – eine Erfolgsgeschichte

Luftrettung in Niedersachsen

1960
Im „Pfingstverkehr“ kommen erstmalig vier Bundeswehrhubschrauber planmäßig an Unfallschwerpunkten der Heideautobahn BAB 7 Hamburg-Hannover zum Einsatz.

1962
Ein Hubschrauberrettungsdienst wird für die Dauer der Industriemesse in Hannover eingerichtet. Der von der Landeshauptstadt Hannover beauftragte Arzt Dr. Tailleur führt zwei lebensrettende Einsätze durch.

1964
Erneut wird während der Messezeit in Hannover ein Rettungshubschrauber eingesetzt. Die Besatzung des Modells „Alouette“ leistet mehrere medizinische Erstversorgungen. In den nächsten Jahren werden gemeinsame Richtlinien des Bundes und der Länder zur Durchführung des Such- und Rettungsdienstes für Luftfahrzeuge verabschiedet. An Krankenhäusern wird mit der Errichtung von Hubschrauberlandeplätzen begonnen.

1967
Im Raum Frankfurt findet ein mehrwöchiger Testversuch für den Einsatz von Rettungshubschraubern statt. Dieser erfolgreiche Test bewirkt, dass weitere Versuche unternommen werden.

1970
Christoph 1 wird in München in Dienst gestellt. Weitere Teststationen folgen in Köln und Frankfurt.

1972

Am 2. Oktober wird der Rettungshubschrauber in Hannover als 4. Testzentrum unter dem Rufnamen Christoph 4 in Dienst gestellt.

1984
An zwei Stützpunkten in Deutschland wird mit der „Bell UH 1D“ ein größerer Hubschraubertyp stationiert. Eines der Zentren ist Hannover. Das markante Fluggeräusch dieses Helikopters gehört bald zum festen Bestandteil im Alltag der hannoverschen Bevölkerung.

1997
Aufgrund geänderter EU-Richtlinien findet ein erneuter Typenwechsel statt. Ab Dezember 1997 fliegt in Hannover eine „Bo 105 CBS Super 5“.

2000
Prof. Dr. med. Harald Tscherne, der Mann, der die Notfallrettung und die Präklinische sowie die Klinische Versorgung von Schwerverletzten in Hannover etabliert hat, geht im Jahre 2000 in den Ruhestand und übergibt die Unfallchirurgische Klinik und somit die arztbesetzten Rettungsmittel an seinen Nachfolger Prof. Dr. med. Christian Krettek.

2002
Christoph 4 seit 30 Jahren im Dienst: Zu diesem Anlass wird in der MHH eine kleine Feierstunde gehalten, an der neben wichtigen Entscheidungsträgern Politiker, Vertreter der Krankenkassen sowie Leitstellenpersonal und die Mitarbeiter teilnehmen.

2007
Am 5. Juli 2007 wurde die Maschine vom Typ BO-105 CBS Super 5 durch eine EC 135 T2 i abgelöst. Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), übergab den neuen Zivilschutz-Hubschrauber an das Ministerium für Inneres und Sport in Niedersachsen, das wiederum die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Landesverband Niedersachsen/Bremen mit der Durchführung der Luftrettung in Hannover beauftragt hat.

2012
Der Rettungshubschrauber Christoph 4 ist seit 40 Jahren im Dienst.