Peter Graf zu Bentheim

Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda: Hilfe im Ausland und Gründer der Johanniter-Jugend

Peter Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda wurde am 21. Juni 1916 in Berlin als Sohn von Gladys v. Franquet und Moritz zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda geboren. Nach der Ausbildung zum Offizier und der Teilnahme am Zweiten Weltkrieg schlug er nach 1945 eine zivile Laufbahn ein: Nach einer Lehre und anschließender Tätigkeit als Kaufmann wurde er 1952 der erste Orts- und Bezirksbeauftragte für die neu gegründete JUH in Düsseldorf. Diese Funktion übte er bis 1966 aus. Ab 1964 war Peter Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda zwanzig Jahre lang als Landesbeauftragter für Nordrhein-Westfalen zuständig. In dieser Zeit entwickelte sich der Landesverband glänzend und übernahm damit eine Modellfunktion für die anderen Verbände der JUH. Außerdem unterstützte er aktiv die Gründung der JUH in Namibia.

Der Johanniterorden ernannte Peter Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda 1949 zum Ehrenritter und 1957 zum Rechsritter. Seit 1966 leitete er als Vertreter des erkrankten Präsidenten Frhr. von Lüttwitz kommissarisch die Geschicke der JUH. Nach dem Ausscheiden von von Lüttwitz wurde er am 23. März 1968 der dritte JUH-Präsident.

In achtjährige Amtszeit von Peter Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda fielen u. a. die ersten Auslandshilfseinsätze in der Türkei, Jordanien und Pakistan 1970, der Beginn der Fahrdienste der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. im selben Jahr sowie die Gründung der Johanniter-Jugend 1974. Aufgrund seiner Verdienste ernannte ihn der Johanniterorden 1974 zum Ehrenkommendator.

Peter Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda starb am 4. März 1987 in Düsseldorf.