Wolf von Zawadzky

Carl Wolf-Dietrich von Zawadzky: Rastloser Ruheständler für die Sozialen Dienste

Wolf von Zawadzky wurde am 3. November 1907 in Krotoschin/Posen als Sohn von Edith und Harry-Eberhard v. Zawadzky geboren. Sein Vater fiel 1914 als Hauptmann im Ersten Weltkrieg.

Nach dem Abitur 1926 schlug er die Offizierslaufbahn ein und wurde von 1936 bis 1938 zur Kriegsakademie nach Berlin kommandiert. Anschließend hatte von Zawadzky eine Reihe von Generalstabsstellungen inne und wurde im Zweiten Weltkrieg vor allem im Oberkommando des Heeres und in Osteuropa eingesetzt. Nach dem Krieg arbeitete von Zawadzky zunächst als kaufmännischer Angestellter in Schleswig-Holstein und Köln.

1954 wurde er Unterabteilungsleiter im Verteidigungsministerium und zwei Jahre darauf Militärberater des deutschen NATO-Botschafters in Paris, wo er vier Jahre mit seiner Frau Ingeborg-Yvonne und seinen zwei Töchtern lebte. Anschließend war er Chef des Stabes beim "Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Schleswig-Holstein, Jütland und Fünen".

Nach seinem Ruhestand wurde von Zawadzky 1966 Hauptgeschäftsführer der Johanniter-Unfall-Hilfe und wirkte in dieser Position zehn Jahre, bevor er am 27. März 1976 ihr Präsident wurde. Der Johanniterorden ernannte den Brigadegeneral a.D. 1967 zum Ehrenritter und 1972 zum Rechtsritter. Von Zawadzky wurde zudem für seine Verdienste mit dem großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der BRD ausgezeichnet.

In seine vierjährige Amtszeit fielen u. a. die Entstehung der ersten Menüdienste ("Essen auf Rädern") und der ersten Unfallfolgedienste (heute: Notfallseelsorge), die sich um die Angehörigen und Hinterbliebenen von Unfallopfern kümmern.

Wolf von Zawadzky verstarb am 27. Oktober 2000 in Bonn.