Bundesjugendversammlung in Duisburg

Duisburg, 17. März 2019

Vor geschichtsträchtiger Kulisse wurde auch die Geschichte der Johanniter-Jugend fortgeschrieben. (Foto: Konstantin Schmidt)

Die Vertreter*innen aller Johanniter-Jugendlichen haben sich vom 15. bis 17. März 2019 zur ersten Bundesjugendversammlung im 40. Jubiläumsjahr der Johanniter-Jugend im Duisburger Landschaftspark getroffen. Die Bundesjugendversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium der Johanniter-Jugend und besteht aus der Bundesjugendleitung, den Landesjugendleitungen, den Vorsitzenden der Fachausschüsse der Johanniter-Jugend auf Bundesebene und Delegierten für einzelne Themenbereiche, hinzu kommen Gäste. Insgesamt sind 33 Stimmberechtigte angereist, um die Mitglieder unseres Jugendverbands in ganz Deutschland demokratisch zu vertreten und sich aktiv an der Gestaltung der Johanniter-Jugend zu beteiligen.

Jörg Lüssem spricht zur Versammlung (Foto: Phillip Wittkamp)

Magnus Memmeler, Mitglied des Landesvorstandes NRW, betonte in seinem Grußwort das Jahr 2019 als großes Jahr der Demokratie und dankte dem Jugendverband für seine deutliche Position zu Gerechtigkeit und Gleichheit. Ganz im Sinne des Aufrufes „Bleibt laut, bleibt bunt!“ wünschte er allen angereisten eine gute Versammlung mit starken Ergebnissen. 
Als Mitglied des Bundesvorstandes richtete Jörg Lüssem Grüße an die Versammlung und betonte den hohen Wert von gemeinsamen demokratischen Entscheidungen, wie ihn die Johanniter-Jugend lebt. Der Präsident der JUH, Dr. h.c. Frank-Jürgen Weise, konnte nicht persönlich vor Ort sein, ließ der Versammlung aber seine Wünsche für eine erfolgreiche Versammlung mit guten Beratungen und konstruktiven Ergebnissen ausrichten.

Die neue Bundesjugendleitung (v.l.n.r.: Markus Walper, Julia von Frantzki, Moritz Röver, Riccarda Sonnek (Foto: Markus Meier))

Am Samstagnachmittag fand die turnusgemäße Neuwahl der Bundesjugendleitung statt. Mit großer Mehrheit wurden Julia von Frantzki zur Bundesjugendleiterin und Moritz Röver zum Bundesjugendleiter gewählt. „Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen und die Möglichkeit die Johanniter-Jugend aktiv zu gestalten.", sagte Julia nach ihrer Wahl. Zu deren Stellvertreter*innen wurden Riccarda Sonnek und Markus Walper gewählt. Jörg Lüssem gratulierte der neuen Bundesjugendleitung im Namen des Bundesvorstandes zu ihrer Wahl und wünschte viel Erfolg in Freude für die bevorstehende Amtszeit.

Das Team blickt mit großer Freude auf die bevorstehende gemeinsame Amtszeit von zwei Jahren in der wichtigste Themen angegangen und tolle Veranstaltungen organisiert werden sollen. Mit aktuell vier gewählten Mitgliedern auf sechs Ämtern ist die Bundesjugendleitung allerdings nicht voll besetzt. Im Herbst stehen daher zwei Posten als stellverstretende Bundesjugendleiter*in für engagierte und motivierte Menschen zur Wahl. 

Armin Pullen stellte sich nach 6-jähriger Amtszeit in der Bundesjugendleitung nicht erneut zur Wahl als Bundesjugendleiter. Sein außergewöhnliches Engagement für die Johanniter-Jugend wurde am Samstag bei einem bunten Abend mit den Mitgliedern der Bundesjugendversammlung, zahlreichen Weggefährt*innen und Freund*innen gewürdigt. Aus allen Himmelsrichtungen waren Menschen nach Duisburg gekommen, die Armin geprägt hat Raum für persönliche Worte gewürdigt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Samstagnachmittags war das Einbringen verschiedener Anträge an die Bundesjugendversammlung. Dazu gab es einen Impuls von Lutz Hüser, ehemaliges Mitglied des Bundesjugendführunskreises der Malteser Jugend. Unter dem Titel "Rote Jacken, bunte Retter*innen - Toleranz und Vielfalt in helfenden Jugendverbänden" gab er einen Einblick in das Thema Diversität. Auch einen Ausblick darauf, wie in Jugendverbänden mit Diversität umgegangen werden kann und muss vermittelte er den Versammlungsteilnehmer*innen.

Zur Abstimmung kam der Antrag zur Etablierung des dritten Geschlechts "divers" am Sonntag. Mit großer Mehrheit sprach sich die Bundesjugendversammlung dafür aus, dieses künftig in sämtliche Prozesse der Johanniter-Jugend in allen Ebenen einzubinden und setzte damit ein klares Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Gleichberechtigung.

Abstimmung zu einem Antrag (Foto: Phillip Wittkamp)

Sonntagvormittag standen neben der Abstimmung über die Anträge auch die kommenden Großveranstaltungen auf Bundesebene auf dem Programm. Den Anfang macht Ende Mai der erste Tag der Johanniter mit Bundeswettkampf in Berlin, gefolgt vom Deutschen evangelischen Kirchentag (DEKT) im Juni in Dortmund. Beide Veranstaltungen richten sich an alle Johanniter und bieten viele tolle Aktionen und Möglichkeiten, um die Gemeinschaft des Verbandes weiter zu stärken. Es wurden bereits erste detaillierte Informationen u.a. zu den Punkten Programm, Organisation und Teilnehmer besprochen.

Ebenfalls berichteten die Fachausschüsse !ACHTUNG, Bildung und Schulsanitätsdienst (SSD) von ihrer aktuellen Arbeit und gaben einen Ausblick auf künftige Schwerpunkte. Besonders erfreulich: Das Handbuch SSD ist fertig überarbeitet und steht ab sofort zur Verfügung. Bundesjugendleiter Moritz Röver freute sich außerdem, das fertige Social-Media-Handbuch vorstellen zu können und den 4juh-Workspace Johanniter-Jugend Social Media für alle Interessierten freischalten zu können. Erstmals findet sich ein Handbuch hier vollständig in einem Wiki.

Die Versammlungsteilnehmer*innen stellen sich, anlässlich des 40. Geburtsjahres der Johanniter-Jugend, zum Gruppenfoto auf. (Foto: Konstantin Schmidt)

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