Miteinander stark

Heidelberg, 19. Oktober 2015

Zweite Bundesjugendversammlung 2015

Zur zweiten Bundesjugendversammlung in diesem Jahr trafen sich die Bundes- und Landesjugendleitungen vom 16. bis 18. Oktober. Der im März ins Amt gewählte Bundesjugendleiter Armin Pullen führte gemeinsam mit seinem Team durch die Versammlung.

Diese war nicht nur durch eine lebendige Sitzungsdynamik , sondern auch durch wichtige und ernste Themen geprägt. Die aktuelle Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen ließ die Versammlung nicht kalt.

Wir setzen klare Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit sowie Ausgrenzung und stehen für eine offene, tolerante und zugewandte Gemeinschaft. Als Jugendverband engagieren wir uns für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihrem aufenthaltsrechtlichen Status.“

lautet ein Auszug aus dem Positionspapier, das als Initiativantrag eingereicht und verabschiedet wurde. Um ihre Situation genauer zu verstehen, war die Sozialpädagogin Regine Esslinger-Schartmann, die in einem Wohnprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge arbeitet, und der aus Afghanistan geflüchtete 20-Jährige Safiullah Sediqui mit einem Impulsvortrag zu Gast. Daneben folgte der Bundesjugendleiter der THW-Jugend, Ingo Henke der Einladung der Bundesjugendleitung und war für diesen Tagesordnungspunkt vor Ort.

Im Anschluss wurde intensiv unter mehreren Gesichtspunkten weitergearbeitet. Bereits gemachte Erfahrungen und auch Hindernisse der jungen Helfer wurde ausgetauscht. Konkrete Projektideen für und mit Geflüchteten wurden entwickelt, sowie gleichzeitig darüber nachgedacht, was die helfenden Jugendlichen benötigen. Ganz praktisch arbeitete die Kleingruppe, die gemeinsam mit Safiullah eine Ladestation für Notunterkünfte baute. Der junge Mann betonte wie wichtig diese ganz einfache und konkrete Hilfe vor Ort sei. Mit Hilfe der JJ aus Baden-Württemberg konnte die entstandene Ladestation direkt nach Mannheim gebracht werden, wo sie Geflüchteten zur Verfügung steht, die auf ihre Weiterreise warten.

Daneben nahmen die Berichte der Landesverbände und der Bundesebene einen wichtigen Teil ein und die Beschlüsse zu Jahresplan und Haushaltsplanung wurde am zweiten Sitzungstag verabschiedet. Zudem berichtete die Vorsitzende des Fachausschusses !Achtung, Milena Bücken, über den aktuellen Stand und die Herausforderungen beim Präventionskonzept !Achtung, das in diesem Jahr 10-jähriges Bestehen feiert.
Trotz der ernsten und wichtigen Themen kam das JJ-Feeling nicht zu kurz, insbesondere bei einem gemeinsamen Besuch des Heidelberger Schlosses, der unter anderem Aufschluss über die lokalen Sagen gab. Neben Impulsen und einer Andacht, brachte ein Sitzungsbingo frischen Wind in die Sitzungsdynamik.

Die komplette Stellungsnahme der Johanniter-Jugend zur aktuellen Situation geflüchteter Kinder und Jugendlicher ist hier zu finden: