Kinderrechte - Projekt mit aktuellem Bezug

In den Jahren 2010 bis 2014 hat sich die Johanniter-Jugend bundesweit mit dem Thema "Kinderrechte" beschäftigt. Kurze Zeit später begannen viele tausende Menschen vor Leid, Verfolgung und Gewalt in ihrer Heimat nach Europa zu fliehen - bis heute ist kein Ende der dramatischen Lage in den Herkunftsländern in Sicht. Auch die Situation junger geflüchteter Menschen in Deutschland ist oft schwierig.

Umso mehr stehen wir hinter unserer Haltung zur unbedingten Einhaltung von Kinderrechten weltweit und in Deutschland. So hat die Bundesjugendversammlung im Oktober 2015 das Positionspapier Miteinander stark! verabschiedet, in wir ganz entschieden "die bedingungslose Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention für alle jungen Menschen in Deutschland, ab dem ersten Tag ihrer Ankunft" fordern. "Diese umfasst neben dem Schutz vor Diskriminierung, auch die Rechte auf Gesundheit, auf Bildung, soziale Teilhabe sowie Freizeit und Erholung."

 

Weitere Informationen zum Projekt und dessen Ergebnissen findet ihr auf diesen Seiten.

Warum bin ich Krach?

Diese und andere Fragen der Plakataktion (Wie fühlt sich Taschengeld an? Wieso leben manche Kinder auf dem Müll?) zielen auf Grundrechte von Kindern und Jugendlichen, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben sind. Diese sind von fast allen Staaten der Welt anerkannt – aber leider noch längst nicht überall umgesetzt. Es wird niemanden verwundern, dass trotz des Grundrechts auf „Schutz vor Krieg“ (Artikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention) Kinder in Kriegen und gewaltsamen Auseinandersetzungen leiden.

Auch in unserem Land können längst nicht alle Kinder so leben, wie es die Konvention vorsieht. Kinder werden als „Lärm“ empfunden, obwohl sie ein Recht auf Spiel haben (Artikel 31). Manche leben unterhalb der Armutsgrenze, obwohl ihnen Artikel 27 das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard zubilligt.

 

Wir, die Johanniter-Jugend, machen uns mit unserem Präventionskonzept „!ACHTUNG – gegen sexuellen Missbrauch im Jugendverband“ schon lange für Kinder und Jugendliche stark. Doch es ist wichtig, neben dem „Schutz vor sexuellem Missbrauch“ (Artikel 34) auch die anderen Grundrechte in den Blick zu nehmen. Dabei fragen wir uns immer wieder, wie es um das Leben junger Menschen bestellt ist – auf der Welt, aber auch in unserem Land und speziell bei den Johannitern. Wie steht es etwa um die Frage der Mitbestimmung, was das Programm in unseren Gruppen und Gremien angeht?

 

In manchen Verbänden gab es zu dem Thema schon Aktionen: Der LV Hessen / Rheinland-Pfalz / Saar rief ein Kinderrechte-Jahr aus und Teilnehmer des Landespfingstzeltlagers in Nordrhein-Westfalen verjagten den bösen Konsul aus der Stadt Juris, der den Kindern ihre Rechte streitig machen wollte. Auch Fortbildungen fanden statt, ein Aktionstag in Harburg und vieles mehr. Das alles zeigt, dass wir uns als Johanniter-Jugend als Anwalt von Kindern und Jugendlichen verstehen. Wir wollen dort, wo Kindern und Jugendlichen Unrecht geschieht, Stellung beziehen und wir wollen Kinder stark machen – in unseren Gruppenstunden, Zeltlagern, Schulsanitätsdiensten, Veranstaltungen und Freizeiten.

 

Die Plakat-Aktion der Johanniter-Jugend ist ein Teil der Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema.

Und sie ist ein Teil der Werkstatt Kinderrechte, die hier zur Verfügung steht!

Ihr Ansprechpartner Bundesjugendleitung

Lützowstraße, 94
10785 Berlin