Aktuelles

Ev. Johanniter-Schulen Wriezen: Händewaschen mit Abstand

Die Schule läuft wieder – mit Abstand, aber sicher. Seit Anfang der Woche sind nun wieder alle Klassen der Evangelischen Johanniter-Schulen Wriezen zurück auf dem Schulcampus. Noch nicht immer alle gleichzeitig, aber alle für mindestens 50 % ihrer regulären Unterrichtszeit. Auf der Wiese vor dem Schulhaus hat Hausmeister Armin Regenberg eine Outdoor-Händewasch-Station aufgebaut; vor Betreten des Gebäudes heißt es nun immer: Anstehen zum Händewaschen. Natürlich mit 1,5 m Abstand.

Es ist ein wenig ungewohnt, Schule mit Abstandsregeln und halbierten Klassen. Aber, wie Schulleiterin Annette Hollitzer immer wieder sagt: „Es ist schön, die Schülerinnen und Schüler wieder bei uns im Hause zu haben!“ Denn wenigstens kehrt so ein wenig Normalität zurück. Die Freunde, die man seit Wochen nicht treffen konnte, sind wieder in Seh- und Hörweite. Auch ein kleiner Schwatz mit dem Klassenlehrer zwischendurch ist wieder möglich. Und auch wenn Gruppenarbeit, Sport oder Theater noch warten müssen, kann man doch wenigstens wieder direkt Lehrer und Mitschüler fragen, miteinander diskutieren, träumen und Andacht feiern. Reichlich Abstand zwischen den Tischen und Stühlen im Raum sorgen für die nötige Sicherheit.

„Ihr seid mit Abstand unsere liebsten Schüler!“ steht an der Eingangstür zum Grundschulgebäude. Und tatsächlich: Auch für die Kolleg*innen des Hortes, der Grundschule und des Gymnasiums ist die Freude über die zurückgekehrten Kinder zu spüren. „Ich habe meine Schüler zum Schluss mega vermisst“, lässt sich Musik- und Religionslehrerin Tina Prager zitieren. „Schule über Zoom und E-Mail ist einfach nicht vergleichbar mit ‚richtiger‘ Schule.“

Zeit zum Anknüpfen an das daheim Erarbeitete, auch zum Ausbügeln einzelner Lücken, dazu sind diese letzten vier Wochen vor den Sommerferien eine wertvolle Zeit.

Benjamin Franke

Absage Johannisfeier und Rittertag 2020

Aufgrund der CORONA-Pandemie fallen die diesjährige Johannisfeier am 23. Juni und der Rittertag der Genossenschaft Ende August 2020 aus.

CORONA/COVID-19: Schutzmaskenprojekt der Berliner Subkommenden

Im Zusammenhang mit der Corona-Krise haben die Berliner Subkommenden ein Schutzmasken-Nähprojekt in Gang gebracht, um die Johanniter-Einrichtungen in Tegel, Jüterbog, Johannisthal und Lichterfelde zu unterstützen. Benötigt werden ca. 1000 Atemschutzmasken, deren Sammlung/Abholung durch Ritterbrüder der Subkommenden koordiniert werden. Nachrichten, wer etwas nähen und Material wie Baumwolle, Bänder, Pfeifenstopfer zur Verfügung stellen kann, werden von der Ehefrau unseres Reg. Kommendators koordiniert. Näheres (Kontaktdaten der Koordinatoren, Ablieferungsmodi etc.) ist über die Subkommendeleiter zu erfahren.

Bitte sehen Sie von einer selbständigen Ablieferung von Atemschutzmasken in Johanniter-Einrichtungen ab, die Verteilung geschieht ausschließlich über die Koordinatoren. Sollte Ihnen eine Ablieferung bei denselben nicht möglich sein, so kann ggf. eine Abholung organisiert werden.

CORONA-VIRUS/COVID-19: Ausfall von Genossenschafts-Veranstaltungen

Infolge der Corona-Krise sind 2020 der Frühlingsbasar der JHG (21./22.3.) und das Herrenseminar in Lehnin (3.-5.4.) abgesagt worden. Aufgrund der derzeit nicht absehbaren Entwicklung können weitere Veranstaltungen entfallen.

Trauerfeier für K Dr. Alexander v. Stechow (1938-2020)

Trauergottesdienst für Alexander v. Stechow im Dom zu Brandenburg/Havel

Am 4. März 2010 starb Altkommendator Dr. Alexander v. Stechow in Stendal. Ungeachtet aller Warnungen vor dem Corona-Virus war der Brandenburger Dom zur Trauerfeier am 14. März bis zum letzten Platz besetzt. Gekommen waren außer RK Dr. Nikolaus Würtz und Ehefrau die Ordensoberin der Johanniter-Schwesternschaft Frau Andrea Trenner, die frühere Direktorin des Krankenhauses Treuenbrietzen Frau Brigitte Scharmach, schließlich zahlreiche Johanniter der Brandenburgischen Genossenschaft, Mitglieder des Konvents und der Ordenswerke JUH und Johanniter GmbH und ihrer Leitungsgremien. Der Gottesdienst begann um 11 Uhr mit einem Orgelvorspiel, vorgetragen durch Domkantor i.R. Matthias Passauer. Danach zogen die Ritterbrüder ein, welche im Wechsel mit Enkeln des Verstorbenen die Ehrenwache am Sarg stellten. Den Gottesdienst und die Predigt hielt Ordensdekan Prof. Christoph Markschies. Bezugnehmend auf den Lesetext aus Prediger Salomo, Kapitel 3 „Alles hat seine Zeit“ sprach er den Hinterbliebenen Trost zu und würdigte das herausragende Engagement Alexander v. Stechows im Berufsleben und als Johanniter. Nach dem Kirchenlied „Jesus meine Zuversicht“ schloss sich Dietrich v. Stechow der Würdigung an. In bewegenden Worten berichtete er über das wechselhafte Leben seines Vaters und hob sein großes soziales Engagement und seine Zugewandtheit als Familienvater hervor. Nach der Ansprache folgten Fürbitte, Ordensgebet und Vaterunser und schließlich die Aussegnung durch den Ordensdekan. Die eigentliche Beerdigung fand anschließend auf dem Friedhof in Stechow/Havelland statt. Daran beteiligt waren mehrere Ritterbrüder, welche dem Verstorbenen am Grab die letzte Ehre erwiesen. Im Anschluss lud die Witwe zu einem Beisammensein nach Nennhausen ein, wo ihr Mann bis zu seinem Krankenhausaufenthalt gelebt hatte.

Gedankt sei im Namen des Regierenden Kommendators den Ritterbrüdern Andreas Frhr. v. Hünefeld und Friedemann Rojahn für ihre Vorbereitung des johanniterlichen Anteils an der Trauerfeier und der Beisetzung. Ebenfalls gedankt sei den Ritterbrüdern, die sich für die Totenwache im Dom und als Geleit auf dem Friedhof zur Verfügung gestellt haben, schließlich RR Dr. Christian v. Wissmann und seiner Frau sowie dem JUH-Team für ihre medizinische Betreuung vor Ort.

RR Andreas v. Klewitz

Verabschiedung von Brigitte Scharmach

12. Februar 2020 – nach über 13 Jahren Dienstzeit wurde die Geschäftsführerin und Direktorin des Krankenhauses Treuenbrietzen, Frau Brigitte Scharmach, in den Ruhestand verabschiedet. Aus diesem Anlass lud das Krankenhaus zu einer Feier in den Festsaal ein, zu der zahlreiche Gäste, darunter der Regierende Kommendator der Brandenburgischen Genossenschaft Dr. Nikolaus Würtz und Ordensoberin Andrea Trenner gekommen waren. Eingeleitet wurde das Programm durch eine musikalische Darbietung, die Begrüßung und Moderation übernahm Oberin Una Kniebusch. Im Anschluss folgten Grußworte des langjährigen Kuratoriumsvorsitzenden Peter Jülich, des Bürgermeisters von Treuenbrietzen Peter Knape, des ärztlichen Direktors Dr. Martin Spielhagen und der neuen Krankenhausdirektorin Vivien Voigt. Die Laudatio hielt der Geschäftsführer der Johanniter GmbH, Frank Böker. In seiner Ansprache betonte er, dass die scheidende Direktorin seit ihrem Dienstantritt am 18. August 2006 durch ihre soziale Kompetenz nicht nur eine freundliche und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre geschaffen, sondern auch zum wirtschaftlichen Erfolg des Hauses entscheidend beigetragen habe.

Nach spontanen Redebeiträgen von Detlef Albrecht (Geschäftsführer Verband Evangelischer Krankenhäuser und stationärer Pflegeeinrichtungen Berlin-Brandenburg), Stefan Lüdcke (Mitarbeitervertretung Krankenhaus Treuenbrietzen) und RK Dr. Würtz ergriff Frau Scharmach das Wort. Dabei lobte sie zuvorderst die Klinikmitarbeiter, die „eine super Mannschaft“ gewesen seien. Ebenso dankte sie Bürgermeister Knape, den Vertretern der Tochtergesellschaften, den Grünen Damen und vor allem denjenigen, mit denen sie im Krankenhausalltag persönlich zu tun hatte, für ihre langjährige Zusammenarbeit. Abschließend gab sie der Hoffnung Ausdruck, dass das Krankenhaus auch in Zukunft unter dem Motto „Treuenbrietzen First“ geführt werden könne.

RR Andreas v. Klewitz

Ev. Johanniter-Gymnasium Wriezen: Studientag im Brandenburger Landeshauptarchiv (BLHA)

Foto/Copyright: Frank Hampel, Ev. Johanniter-Gymnasium Wriezen

Im Rahmen der historischen Erschließung des ehemaligen Ordensschlosses zu Sonnenburg (Słonsk) beschäftigen sich auch mehrere Schülerinnen und Schüler des Ev. Johanniter-Gymnasiums Wriezen mit der Geschichte des vormaligen Herrenmeistersitzes. Mithilfe der dem Projekt zur Verfügung stehenden Fördergelder konnte ein Studientag am Brandenburger Landeshauptarchiv durchgeführt werden. Unter der fachkundigen Leitung des Archivdirektors Prof. Neitmann erfuhren die Schülerinnen und Schüler in Beisein des Kommendators Nikolaus Würtz und Projektpartners Dirk Röder vieles über die Bedeutung der Archivarbeit, um anschließend die dort lagernden Akten zum Johanniterorden und Sonnenburg zu erforschen. Ausgewählte Dokumente aus dem 17. Jahrhundert durften im Original eingeschaut werden – nicht immer ganz einfach, da die Akten in ihrer Kurrentschrift vor dem inhaltlichen Studium dem heutigen Leser eine nicht unbedeutende Transkription abverlangen. Dieser Aufgabe stellte sich der Seminarkurs (Klasse 12) des Gymnasiums mit sehr viel Eifer und großer Freude, welche sich auch aus den zu lesenden Inhalten speiste. So wurden frühneuzeitliche Arbeitsverträge zwischen Bauherr und Baumeister, Vorgaben zur künstlerischen Schlossgestaltung oder Zeremonienanweisungen Satz für Satz in die Gegenwart geholt, wobei mancherorts festzustellen war, wie viele moderne Züge das Brandenburg des 17. Jahrhunderts bereits in sich trug.

Die gewonnen Erkenntnisse werden in den weiteren Unterricht und der zukünftigen Präsentation des Schlosses sicherlich weitreichend einfließen können.

Text u. Fotos: Frank Hampel, Ev. Johanniter-Gymnasium Wriezen

Ritterliches Gebet 2020

Das traditionelle Ritterliche Gebet von Johannitern und Maltesern am 9. Januar 2020 in der Pillkaller Allee war wie in den Vorjahren eine willkommene Gelegenheit, Gemeinsamkeit zu demonstrieren und konfessionell über den eigenen Horizont hinwegzuschauen. Eingeleitet wurde die Veranstaltung mit einer Messe mit Schola, den Gottesdienst hielt Jobst Schöne D.D., emeritierter Bischof der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Nach einem Imbiss und Begrüßung durch die Gastgeberin Marie-Catherine Freifrau Heereman schloss sich ein Vortrag von Erzpriester Msgr. Georg Langosch über die Marienverehrung in der russisch-orthodoxen Kirche an. Pfarrer Langosch, der die Christus-Erlöser-Gemeinde in Frankfurt/Oder leitet, erläuterte die Geschichte und Bedeutung der Gottesmutter als Schutzpatronin und Mittlerin zwischen Mensch und Gott und betonte die Wichtigkeit, in der heutigen Zeit konfessionelle Gemeinsamkeiten herauszustellen, statt auf Unterschiede und kirchliche Dogmas zu beharren.

Im Anschluss bestand wie immer Gelegenheit zum Austausch. Dabei übergab Konventsmitglied RR Tobias Schöne im Namen der Brandenburgischen Genossenschaft der Gastgeberin eine Spende für das Malteser-Krankenhaus. Baronin Heereman dankte Ritterbruder Schöne für seine Worte und Pater Langosch für sein spontanes Kommen, der Abend fand mit einem gesungenen altkirchenslawischen Segen seinen Abschluss. RR

Andreas v. Klewitz

Ein gesegnetes neues Jahr 2020!

Initialen des Herrenmeisters Prinz Carl von Preußen, Schloss Glienicke - Foto v. Klewitz