Archiv 2011

Empfang für Ehrenkommendator Prof. Dr. Peter Bloth


Anlässlich des 80. Geburtstags von Ehrenkommendator Prof. Dr. Peter Bloth fand am 24. November 2011 ein Empfang in der Sammlung Werner in Berlin-Lichterfelde statt. Zahlreiche Gäste erschienen zu der von Musik umrahmten Feier, um den Jubilar persönlich zu beglückwünschen. Auf ein geistliches Wort von Ritterbruder Dr. Anselm Hagedorn folgte eine Ansprache des Regierenden Kommendators der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft, Dr. Alexander v. Stechow, der die Verdienste von Prof. Bloth als theologischer Berater der Genossenschaft würdigte. Als "geistlicher Zuchtmeister" habe Prof. Bloth Sitzungen und Tagungen begleitet und bei wichtigen Entscheidungen des Konvents wertvolle Arbeit geleistet. Auch sein Engagement als Leiter der Berliner Subkommende 1987-1995 und spiritus rector der Einkehrwochenenden im Kloster Lehnin seien vorbildlich gewesen und verdienten besonderen Dank. Im Anschluss kam der Gewürdigte selbst zu Wort. In einer biografischen Rückschau über seine ersten Begegnungen mit dem Johanniterorden dankte er den Anwesenden für ihre Unterstützung, wobei er auch die Delegation Ost des Malteserordens in seine Danksagung einschloss. Bei einem abschließenden Imbiss hatten die Gäste Gelegenheit, eine Sammlung theologischer Beiträge aus der Feder des Jubilars zu erwerben, die die Genossenschaft eigens für die Feier hatte drucken lassen.


ER Andreas v. Klewitz

Rittertag der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft in Wittenberg


Vom 23. bis 25. September 2011 fand in der altehrwürdigen Lutherstadt Wittenberg der alljährlichen wiederkehrende Rittertag der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft statt. Begrüßt vom Regierenden Kommendator Dr. Alexander von Stechow bekamen die Anwesenden ein reichhaltiges Angebot aus Pflicht und Unterhaltung geboten, wobei die Rittertagsversammlung einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Genossenschaft, ihrer Werke und Projekte gewährte. Das Programm wurde abgerundet durch eine Stadtführung, ein Konzert und ein festliches Abendessen, dem am letzten Tag, am Sonntag, der Rittertagsgottesdienst in der Wittenberger Schlosskirche folgte. Dass Martin Luther hier 1517 seine berühmten Thesen ans Tor schlug, mag eine Ermutigung sein, auch heute noch für die Errungenschaften der Reformation einzustehen.


ER Andreas von Klewitz

copyright v. klewitz

Papstmesse im Berliner Olympiastadion

 

In Anwesenheit von ca. 70.000 Menschen, darunter mehreren Ritterbrüdern der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft, fand am 22. September 2011 im Berliner Olympiastadion die Eucharistiefeier mit Papst Benedikt XVI. statt. Eingebettet in ein buntes Rahmenprogramm wurde zunächst die Ansprache des Kirchenoberhaupts vor dem Deutschen Bundestag übertragen, um 18.30 folgte der Einzug in das Stadion. Die anschließende Messe, die wie der gesamte Papstbesuch unter dem Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft" stand, könnte als ein Signal konfessioneller Annäherung gewertet werden. Indem Benedikt die Rolle christlicher Grundsätze in einer zunehmend säkularen Welt hervorhob, erreichte er auch diejenigen, die nicht seiner Kirche angehören. Für die anwesenden Johanniter jedenfalls war die Veranstaltung eine Gelegenheit mehr, mit ihren Brüdern vom Malteserorden ihren Glauben zu bekunden. Letzteren sei hierbei herzlich für ihre Gastfreundschaft und hervorragende Organisation gedankt.

 

ER Andreas v. Klewitz

Trauerfeier für Dr. Franz von Hammerstein (6.6.1921-15.8.2011)


Am 27. August 2011 fand in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem die Trauerfeier für Dr. Franz Freiherr von Hammerstein-Equord statt. Hammerstein, Sohn des Chefs der Heeresleitung und Ehrenritters der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft, Generaloberst Kurt Frhr. v. Hammerstein (1878-1943), hatte sich Zeit seines Lebens intensiv für den christlich-jüdischen Dialog eingesetzt, den er als zentrale Vorraussetzung für eine Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und Versöhnung mit den Überlebenden des Holocaust betrachtete. Er gehörte zu den Mitbegründern der Aktion Sühnezeichen, war 1975-78 beim Weltkirchenrat in Genf tätig und 1978-1986 Leiter der Evangelischen Akademie in Berlin-West. Darüber hinaus engagierte sich der promovierte Theologe ehrenamtlich und nahm regelmäßig an den Gedenkfeiern für die Opfer des 20. Juli 1944 teil, an dem seine Brüder Ludwig und Kunrat beteiligt waren. Für seine Verdienste erhielt Dr. von Hammerstein 2001 das Bundesverdienstkreuz. Seinen Werdegang würdigten im Rahmen des Trauergottesdienstes u. a. Altbischof Dr. Wolfgang Huber und der amtierende Direktor der Evangelischen Akademie zu Berlin, Dr. Rüdiger Sachau.


ER Andreas v. Klewitz

Einweihungsgottesdienst für die Kapelle an der Garnisonkirche

Am Samstag, den 25. Juni 2011, fand auf dem Gelände der Garnisonkirche in Potsdam die feierliche Einweihung der provisorischen Kapelle statt. Der Gottesdienst, von Altbischof Wolfgang Huber und Pfarrerin Juliane Rumpel gestaltet, wurde unter freiem Himmel abgehalten. Zahlreiche Besucher waren dazu erschienen, unter anderem mehrere Mitglieder der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft, die sich entweder in der Fördergesellschaft oder in den verschiedenen Arbeitsausschüssen für den Wiederaufbau engagieren. Anwesend war auch der ehemalige Innenminister des Landes Brandenburg, Jörg Schönbohm. Er beteiligte sich an der Wiedereinführung der erhaltenen historischen Gottesdienstgegenstände, darunter zwei von Karl Friedrich Schinkel geschaffene Leuchter, eine Bibel und ein Feldtisch. Als Altarschmuck diente das Nagelkreuz von Coventry. Im Anschluss an die Feier fand die Begehung der Kapelle statt, in der demnächst die ersten kulturellen Veranstaltungen beginnen.

 ER Andreas v. Klewitz

Tagung zum Wiederaufbau des Schlosses in Sonnenburg/Slonsk


Am 27. Mai 2011 fand unter dem Motto „Gemeinsames Kulturerbe“ eine Tagung zur Zukunft der Ruine des ehemaligen Johanniterschlosses in Sonnenburg/Slonsk statt. Verschiedene Referenten sprachen über die kunst- und kulturhistorische Bedeutung des Gebäudes, das 1975 infolge von Brandstiftung bis auf die Grundmauern niederbrannte.

 

Seitens des Johanniterordens nahm RR Friedrich Adolph Frhr. v. Dellingshausen zu einem möglichen Wiederaufbaus Stellung. Demnach möchte die Ordensregierung die Angelegenheit in die Hände der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft legen, die bereits durch einen entsprechenden Arbeitskreis die Renovierung der ehemaligen Ordenskirche erfolgreich vorangetrieben hat.

 

Eine unmittelbare finanzielle Unterstützung ist nicht vorgesehen. Jedoch soll den polnischen Initiatoren u. a. mit der Gründung eines Fördervereins und Bekanntmachung des Projekts zur Seite gestanden werden. Sowohl von polnischer als auch deutscher Seite – unter den Anwesenden befanden sich mehrere Brandenburger Ritter - wurde eine provisorische Sicherung der Ruine als einstweilen realistischste Variante gutgeheißen. Ein weiteres Treffen ist geplant.


ER Andreas v. Klewitz


Copyright: bpk / GStA PK

Spendenaufruf


Das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA SPK) in Berlin-Dahlem sucht für die Restaurierung und Erhaltung so genannter Johanniteraufschwörungstafeln - sie dienten etwaigen Aufnahmekandidaten als Nachweis ihrer Ahnen - dringend Unterstützung. Es handelt es sich um ca. 1.200 grossformatige Pergamentbogen, die ab den 1690er Jahren bis 1810 entstanden sind und bei denen die Vorfahren der Bewerber über mehrere Generationen teils mit farbigen Wappen dargestellt sind. Ein kostbares Erbe, das nicht nur für die Ordensgeschichte, sondern auch in genealogischer Hinsicht interessant ist. Details zu den Familien, zu denen Aufschwörungstafeln existieren, sind auf der Internetseite des Geheimen Staatsarchivs www.gsta.spk-berlin.de unter der Rubrik "Ihr Engagement" abrufbar. Ebenso dort zu finden sind zwei Beispieltafeln, die Kontaktdaten und Spendenmodalitäten. Demnach kann man ab 300 Euro Pate werden und erhält sowohl eine Urkunde als auch eine DVD mit einer Digitalaufnahme der geretteten Tafel. Aber auch kleinere Zuwendungen sind willkommen. Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch ausgestellt.

 

Signatur:
GStA PK, X. HA Brandenburg,

Rep. 9 Johanniterorden, Aufschwörungstafeln, Nr. 286


Die Tafel wurde am 19.9.1732 angelegt und am 22.9.1735 präsentiert.

 

 

www.gsta.spk-berlin.de

 

 

Königin-Luise-Stiftung in Berlin-Dahlem spendet für das Mobile Jugendzentrum in Seelow 

Am 14. April 2011 fand in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem der Festgottesdienst anlässlich des 200jährigen Geburtstags der Königin-Luise-Stiftung statt. Die ehrwürdige Institution, heute Grundschule, Realschule und Gymnasium mit angeschlossenem Internat und Hort, gehört zu den ältesten Bildungseinrichtungen der Stadt und hat Generationen von Schülerinnen und Schülern im christlichen Geist erzogen. Generalsuperintendent i.R. Martin-Michael Passauer kam in seiner Predigt auf die Bedeutung der Schule und deren Namensgeberin für die heutige Generation zu sprechen. Entsprechend war auch die Kollekte für die Förderung junger Menschen bestimmt. Durch Vermittlung eines Ritterbruders und ehemaligen Schülers geht ein Teil an das von der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft mit initiierte Mobile Jugendzentrum in Seelow/Märkisch Oderland. Damit dieses auch künftig vorbildliche Jugendhilfe in der von Arbeitslosigkeit gezeichneten Region leisten kann, bedarf es einer nachhaltigen Unterstützung aus allen Bereichen der Gesellschaft.  

ER Andreas von Klewitz


Gemeinsamer Subkommendeabend der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft in Berlin-Lichterfelde


Am 16. Februar 2011 fand in der "Sammlung Werner" in der Lichterfelder Finckensteinallee der alljährliche Herrenabend der Subkommenden der Brandenburgischen Provinzial-Genossenschaft statt. Begrüßt wurden die Anwesenden vom Beauftragten für die Subkommenden, RR Andreas Graf von Hardenberg, und dem Regierenden Kommendator, Dr. Alexander von Stechow.


Dr. von Stechow berichtete über die Entwicklung in der Genossenschaft, über die Notwendigkeit finanzieller Unterstützung verschiedener Projekte und zu den Aufnahmekriterien für neue Ritterbrüder. Gefolgt wurde der Beitrag von den Berichten der jeweiligen Subkommendeleiter. Ihr Jahresprogramm 2011 deckt ein breites Spektrum ab, das sich nicht nur mit theologischen Fragen befassen, sondern auch zu tagesaktuellen Themen Stellung nehmen wird. Damit künftig auch Ritterbrüder im westlichen Brandenburg sich an den Aktivitäten beteiligen können, kündigte der Personalbeauftragte der Genossenschaft, RR Reinhard Moeller-Althaus, die Gründung einer neuen Subkommende an.


Den Höhepunkt des Abends bildete schließlich ein Vortrag von Professor Dr. theol. Jens Schröter, der als ausgewiesener Experte (er lehrt Exegese und Theologie des Neuen Testamentes an der Humboldt-Universität zu Berlin) unter dem Motto "Das Gesetz Jesu - Ethik des Christentums?" zur Bedeutung der Bergpredigt als "Magna Carta" christlicher Wertevorstellungen sprach und der Frage ihrer Entstehung nachging. Im Anschluss an das interessante und überaus gelungene Referat hatten die Ritterbrüder Gelegenheit, sich bei einem kleinen Imbiss auszutauschen.


ER Andreas v. Klewitz