Sommerlager 2004

Gästehütte

Eine 1999 aus Bayern importierte Idee hat auch in Hessen großen Anklang gefunden. Einmal im Jahr, zu Beginn der Sommerferien treffen sich auf dem Pfadfindergelände Lilienwald in Karben-Petterweil hilfsbereite Menschen allen Alters um gemeinsam behinderten Mitmenschen eine Woche Urlaub, Spaß und Erholung vom Alltag zu bereiten.

Die 20 bis 25 Gäste, zumeist Jugendliche und junge Erwachsene wohnen gemeinsam mit den Betreuern sowohl in 6 festen Hütten (vgl. Bild oben), als auch in Zimmern des Haupthauses. In diesem befindet sich auch die Küche und der große Aufenthaltsraum der bei Regen und kühler Witterung Zuflucht gewährt.

Die Mahlzeiten, die drinnen oder bei nicht immer vorhandenem Sonnenschein draußen, gemeinsam eingenommen werden, gehören dank eines fabelhaften Küchenteams mit zu den vielen "Highlights" der Sommerlagerwoche.

Nach der Anreise der Gäste am frühen Samstagnachmittag wird der Rest des Tages genutzt, um sich zu beschnuppern und kennenzulernen bzw. Freunde zu begrüßen.

Fester Bestandteil des Sommerlagers ist der Begrüßungsgottesdienst am Sonntagvormittag. Der Nachmittag wird im Lager verbracht. Gesellschaftsspiele und Gesprächsrunden stehen dabei im Vordergrund. Das großzügige Gelände liegt am Waldrand, so daß die herrliche Natur zu Spaziergängen einlädt.

Am Montag beginnen dann die Workshops. Je nach Begabung und Interesse werden Seidentücher oder Fensterfolien bemalt oder handwerklich der Altar für den Abschlußgottesdienst gebaut. Die Hauptrolle spielen die Gäste, dennoch sind auch die Betreuer mit Freude dabei. Neben den Workshops gehören Ausflüge zum festen Programm.

Therapeutisches Reiten

Immer wieder wird mit Begeisterung und Spannung wird der Tag erwartet, an dem es zum Therapeutischen Reiten bei Herrn und Frau v. Erffa geht, die das Sommerlager großzügigerweise jedes Jahr wieder einladen. Neben dem Reiten steht das Fahren mit der Kutsche ebenfalls hoch im Kurs. Zum Ausklang dieses "Reittages" sind wir dann bei Erffa´s zum Mittagessen in Ihren lauschigen Garten eingeladen.

Die anderen Ausflugsziele sind ebenso abwechslungsreich, so daß wir in den letzten 4 Jahren z.B. den Flughafen Frankfurt, die Opelwerke Rüsselsheim, den Hessenpark, den Opelzoo, die Johanniterrettungswache Bad Nauheim und die Kelterei Rapp, besichtigt haben. 2001 und 2002 wurden wir durch die Fa. Goldmann und Sachs zu einer Mainfahrt und zum Besuch des Frankfurters Zoos eingeladen.

Sofern das Wetter es gut mit uns meint verbringen wir auch einen Nachmittag im nahe gelegen Freibad der Gemeinde Rodheim. Traditionell findet am Freitagnachmittag die Schnitzeljagd durch den angrenzenden Wald statt, wobei wir in diesem Jahr, nach einem Bilderbuchwetter bis dahin, von einem wolkenbruchartigen Schauer überrascht wurden.

Auch die Abende sind voll von Aktivitäten wie die Tage selbst. Oft gibt es in der Rotunde die schon legendäre Lager-Disko bei der zum Teil bis spät in die Nacht getanzt wird. Gerade hierbei sind die behinderten Gäste immer an vorderster Front zu finden. Ebenso beim Lagerfeuer, das gleich nebenan angezündet wird. Es ist manchmal schwierig die Gäste davon zu überzeugen, daß es auch einen nächsten Tag gibt. Fast schon nicht mehr aus dem Lager weg zu denken ist der Besuch des Zauberers, der immer wieder Spaß, Freude und Kurzweil bietet.

Nach dem am Freitagabend stattfindenden Abendsmahlgottesdienstes, zu dem auch Gäste von außerhalb herzlich willkommen sind, klingt die Lagerwoche bei einem Imbiß aus. Der Gottesdienst fand wegen des starken Regens diesmal im Zelt statt und der Imbiß im großen Aufenthaltsraum.

Wir danken allen Helfern und Sponsoren, die durch ihre Spenden und Engagement das "Unternehmen Sommerlager" wieder möglich machten und dazu beitrugen, unseren Gästen (Menschen mit Behinderungen) diese Woche Ferien erleben zu lassen.